Sehr geehrter Herr Dr Brügel, unsere Tochter ist fast 3,5 Jahre alt. Sie hat ein eher sanftes Gemüt, spielt wild und fröhlich, liebt andere Kinder und ist total lieb. So nun zur Situation. Seit ca. 3 Wochen ist sie ein komplett anderer Mensch. Es ist wirklich fast um 180 Grad anders. Sie ist aggressiv, haut, beleidigt, schreit, kommandiert, hat Wutausbrüche. Davor kam das in einem normalen Rahmen ab und zu vor. Aber es ist wirklich wie wenn man plötzlich einen Schalter umlegt. In einem Moment lacht sie einen an und dann macht sie ein grimmiges Gesicht und ist wie ausgewechselt Wir haben im Januar nochmal Nachwuchs bekommen, sie durfte die ersten 3 Monate daheim bleiben mit uns da sie auch noch nicht in Kindi war und sie war von Moment 1 super lieb mit unserem Kleinen. Eiversucht war kaum und eben in normalem Maß vorhanden. Jetzt ist sie ihn gegenüber extrem grob. Es ist fast wie Schübe, untertags sie hat einen Wutausbruch oder ist so anders (ihr Gesicht sieht dann auch anders aus) und dann ist es wieder weg. Manchmal ist sie danach aufgelöst. Aber nicht immer. Sie sucht auch viel Bestätigung. Wenn sie so war fragt sie danach ob wir sie noch lieb haben. Was natürlich immer bestätigt wird, dass wir sie immer lieb haben auch wenn sie oder wir mal wütend sind etc. Was mich insgesamt daran beunruhigt ist, dass auch noch andere Dinge passiert sind die unser KiA komplett unabhängig davon sieht. Vor ca 3,5 Wochen ist sie extrem schwer mit dem Kopf gehen ein Metallbein vom Esszimmerstuhl geknallt und hatte dann leichte Beule. 2 Tage später kam mir der blaue Fleck verändert vor und er war zwar nur flach aber man könnte in eindrücken. Wir haben sie dann KiÄ vorgestellt und alles war wohl o.b. und kein Problem. Der Sturz war Mittwoch Abend, Donnerstag/Freitag war sie das erste Mal kurz so wie oben geschildert, Untersuchung am Samstag Vormittag, und am Sonntag war morgens die Situation. Sie musste ständig aus Klo und klagte über Schmerzen, sagte sie kann kein Pipi machen aber hat das Gefühl sie muss. Dann kurz bevor wir zum Notdienst wollten musste sie nochmal und alles war wieder weg. Dann könnte sie 1 Woche kein Pipi mehr halten. Gar keins. Sie würde untersucht und alles war gut. Diese Woche wurde auch vom Urologen bestätigt dass alles gut ist.. nachts macht sie auch wieder ins Bett. Sie war seit April trocken. nun gehen tagsüber immernoch 2 Pipi ca in die Hose. Sprachlich war sie sehr früh dran, hat mit 1,5 Jahren Mehrwortsätze gebildet. Bei der U7 wurde ihr Wortschatz auf den eines ca 4 Jährigen geschätzt und bei der U7a im April auch wieder so weiter. Seit kurzem spricht sie von sich immer wieder in der 3 Person und bildet nurnoch 2 Wortsätze. So hat sie quasi nie gesprochen. Nichtmal eine lange Zeit als es anfing mit dem sprechen. Keine Verben nur hmhm Essen. Hmhm Hunger. Oder sie sagt garnichts und jammert nur und nuschelt unverständliches. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Dass Kinder mal ihre Grenzen neu testen ist ja normal. Aber sie ist einfach wie gesagt komplett anders vom generellen Verhalten, es kommt aus dem Nichts teilweise ohne Auslöser. Sie rennt auf einen zu freut sich und dann plötzlich. Zusätzlich mit dem Einnässen, der Sprache. Gelegentlich hat sie auch wie Nachtschreck. Ich mache mir sorgen, dass sie eher etwas nicht verarbeitet bekommt. Auf der anderen Seite sind auch so Kleinigkeiten wie dass sie vieles dass sie mochte nichtmehr mag. Essen und Trinken technisch. Vorher nur Wasser mit Kohlensäure jetzt nurnoch ohne was schon eher wie "Trotzen" ist. Wir versuchen wie davor auch Verständnisvoll zu sein aber eben auch klare Grenzen zu setzen und uns nicht auf der Nase herumtanzen zu lassen. Dieses Jahr war auch viel, der Bruder, Kindi Start im Mai, Tod des Uropas (viel Kontakt) im August. Wir sind überfragt ob es alles noch "normal" ist. Liebe Grüße
Frage im Expertenforum Kinderarzt / Kinderärztin an Dr. med. Ralf Brügel: