Sehr geehrter Herr Dr. Hellmeyer, ich hatte 2022 meinen ersten Kaiserschnitt (in Klinikum A) und leide seitdem unter chronischen Schmerzen in der linken Leiste.  2026 erfolgte eine Re-Sectio (in Klinikum B). Die unklare Ursache für meine Schmerzen und der ärztliche Rat der Operateure aus Klinikum B, aufgrund des anatomischen Befundes keine weiteren Kinder mehr zu bekommen, beschäftigen mich massiv psychisch. Der OP-Bericht aus Klinikum B dokumentiert im Detail folgenden Operationsverlauf: "Pfannenstielschnitt mit Ausschneiden der alten Narbe, schichtweises, überwiegend scharfes Eröffnen der stark verwachsenen Bauchdecken, das Omentum majus findet sich teilweise präperitoneal.  Uterotomie mit dem Skalpell im Narbenbereich, digitale Quererweiterung der Uterotomie, das Fruchtwasser ist klar. Problemlose Entwicklung des vitalen Kindes aus SL, Spätabnabelung, Übergabe an die bereitstehende Pädiatrie. 3 I.E. Oxytocin als Kurzinfusion i.v.. Gewinnung von Plazenta und Eihäuten.  Hervorluxieren des Uterus vor die Bauchdecke. Tupfercurettage, am Ende erscheint das Cavum glatt und leer. Digitale Dilatation der Zervix uteri. Ecknaht im rechten Uterotomiewinkel. Fortlaufende Uterusnaht mit Novosyn 2, Kontrolle auf Bluttrockenheit, weiche nach einer Z-Naht im linken Uterotomiewinkel gegeben ist. Tuben und Ovarien beidseits unauffällig. Bauchhöhlentoilette. Rückverlagerung des Uterus ins Abdomen. Ausführliche Koagulation des Omentums zur Blutstillung, dieses ist breit mit dem Peritoneum der vorderen Bauchwand verwachsen, so dass eine Resektion eine zu große Wundfläche ergeben würde. Fortlaufende Naht des parietalen Peritoneums mit Versenkung des Omentums. Vereinzelte Elektrokoagulation im Bereich der Faszie und des M. rectus. Ecknaht der Faszien rechts, fortlaufende Naht der Faszien. Vereinzelte Elektrokoagulation subcutan. 3 Subcutannähte. Intracutannaht, Desinfektion, steriles Pflaster."   Meine Fragen wären: Ist ein derart schwerer, inoperabler Verwachsungsbefund nach nur einem einzigen Vorkaiserschnitt eine übliche, bekannte Komplikation? Und spricht dieser Befund in Kombination mit den chronischen Schmerzen links für einen ungewöhnlichen Verlauf, der weiter abgeklärt werden sollte? Vielen Dank für Ihre Einschätzung!