LouisaMaria
Sehr geehrter Herr Prof. Hellmeyer, vielen lieben Dank bereits vorab für Ihr Engagement und die tolle Möglichkeit, Ihnen Fragen zu stellen. Es geht um den Geburtsmodus meiner aktuellen Schwangerschaft. Ich habe im Jul. 2023 meinen Sohn per Notkaiserschnitt bekommen, in ssw 26+6. (Er ist zum Glück gesund und zeitgerecht entwickelt.) Laut OP-Bericht wurde damals kein T-/ Längsschnitt durchgeführt. Am 11.10. erwarten wir unsere Tochter, ssw 33 aktuell. (Die Schwangerschaft ist engmaschig betreut und verläuft unauffällig.) Im ärztlichen Vorgespräch der Geburtsklinik sagte der Chefarzt, er müsse eine VBAC nicht verbieten, aber er würde, wenn es seine Frau wäre zur Sectio tendieren. Er schätzt ein Geburtsgewicht von über 4kg und sagte, der Kopfumfang sei bereits groß. Von Hebammen-Seite hört man dann allerdings viel Ermutigung, die natürliche Geburt zu versuchen. (Und im Familienkreis natürlich gerne mal urteilende Meinungen.) Lese ich Risiken, enden diese Versuche zu 20-28% (je nach Studie) in einer sek. Sectio, mit dann erheblich größeren Risiken. Und wieder einer gewissen Notsituation. Welche Fragen sollte ich stellen in meinem anstehenden Anmeldungsgespräch im Kreissaal? (Außer die Klinik-spezifische Rate der sek. Sectio nach VBAC.) Gibt es sonst Parameter, an die man sich mit seiner Entscheidung halten kann? Vielen herzlichen Dank!
Hallo LouisaMaria, häufig wird nicht bedacht, dass ein Kaiserschnitt in einer ganz frühen Woche im Verhältnis die Gebärmutter mehr beeinträchtigt, d.h. der Schnitt ist größer im Verhältnis zur Gebärmutter als bei einer Sectio am Termin. Somit ist die Rupturgefahr etwas höher, aber prinzipiell immer noch gering. Wenn jetzt aber das Kind als sehr groß eingestuft wird, würde ich allerdings auch zum geplanten Kaiserschnitt raten. Man sollte, wenn man die VBAC anstrebt aber unbedingt auf den normalen Wehenbeginn warten. Ist der früher kann man dann ja immer noch entscheiden und umschwenken. Das sollte man für sich selbst im Kopf zu Mindestens durchspielen. LG, aber Tendenz meinerseits eher zur geplanten Re-Sectio (so heißt das offiziell).
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