AR2406
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. med. Hellmeyer, ich habe am 01.05.2026 per Wunschkaiserschnitt entbunden. Seit der Geburt hält mein Wochenfluss bzw. eine leichte Blutung weiterhin an. Direkt nach der Entbindung hatte ich – wie zu erwarten – eine stärkere Blutung, die sich nach etwa zwei Wochen deutlich gebessert hat. Seitdem kommt es jedoch immer wieder zu leichten Blutungen. Sie sind nicht so stark, dass ich häufig meine Binde wechseln müsste, aber es ist immer wieder Blut zu sehen (mal braun, mal rosa, mal rot). Zwischendurch gab es auch einzelne Tage ohne Blutung oder lediglich gelblichen, schleimigen Ausfluss. Fünf Wochen nach der Entbindung war ich zur Nachsorge. Im Ultraschall zeigte sich ein unauffälliger Befund, und auch der damals bestimmte Beta-hCG-Wert war unauffällig. Da die Blutung weiterhin besteht, war ich vergangene Woche erneut bei meiner Frauenärztin. Auch diesmal war der Ultraschall völlig unauffällig: Die Gebärmutter hatte sich vollständig zurückgebildet, die Gebärmutterschleimhaut war sehr dünn und auch die Eierstöcke sahen unauffällig aus. Am rechten Eierstock war lediglich ein sehr kleiner Follikel zu erkennen, wobei meine Ärztin meinte, dass dieser nicht den Eindruck mache, sich weiterzuentwickeln. Zur Sicherheit wurden erneut der Beta-hCG-Wert sowie verschiedene Hormonwerte und die Schilddrüsenwerte bestimmt. Da sich die Praxis bislang nicht gemeldet hat, gehe ich davon aus, dass auch diese Ergebnisse unauffällig waren. Mich beschäftigt nun die Frage, welche Ursachen die weiterhin auftretenden Blutungen haben könnten. Ich stille mein Baby derzeit voll. Für Ihre Einschätzung bedanke ich mich bereits im Voraus. Mit freundlichen Grüßen
Hallo AR2406 keine Blutung mehr sein. Wenn Sie nicht stillen, gibt es das schon mal. Gerade, wenn Sie stillen, sollte eigentlich 5 Wochen nach der Sectio die Blutung. Ansonsten denkt man natürlich an einem Plazentarest, aber das kann man und ist bei Ihnen durch den Ultraschall ausgeschlossen worden. Eine Ausschabung sollte man nur im absoluten Notfall machen. Hormonell könnte man es ansonsten auch etwas steuern, ist aber häufig nicht gewünscht. Bei Ihnen bleibt die Ursache wirklich unklar, wenn der Ultraschall mit einem guten Gerät durchgeführt wurde. LG
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