Sehr geehrter Dr. Hellmeyer, ich stehe kurz vor meinem 4. Kaiserschnitt. Mein erstes Kind kam in der 29. SSW (2012), das Zweite bei 37+0  (2018) und mein Jüngstes bei 35+0 (2022) wegen einer auf dem Ultraschall nicht mehr darstellbaren Narbe. Beim Kaiserschnitt wurde dann tatsächlich eine Narbendehiszenz entdeckt, die wohl auch relativ groß war (5 cm glaube ich). Ich hatte noch nie Geburtswehen.  Nun bin ich in der 31. SSW und hatte gestern mein Gespräch in der neuen Klinik, in der ich entbinden möchte. Mir wurde ein Pessar zur Unterstützung des Gebärmutterhalses eingesetzt, zusätzlich zu einem FTMV, den ich, so wie ich den letzten beiden Schwangerschaften auch schon, in der 13. SSW vorbeugend erhalten habe.  Mein Gebärmutterhals misst derzeit noch 1,7 cm. Die Narbe noch ca. 2 mm, wobei die Dicke wohl laut Chefarzt nichts über die Reissfestigkeit aussagt.  Ich habe diesmal eine Hinterwandplazenta, beim letzten Mal war es eine Vorderwandplazenta. Vor der Schwangerschaft mit meinem dritten Kind hatte ich eine Fehlgeburt in der 12 Woche, mit anschließender Ausschabung. 3 Monate danach war ich damals wieder schwanger mit meinem dritten Kind, bei dem es dann zu der Narbendehiszenz kam. Die Chefärztin hat meine Narbe beim letzten Kaiserschnitt laut eigener Aussage doppelt vernäht und gesagt, falls ich nochmal schwanger werde, soll ich früh genug nach der Plazenta schauen lassen und das Kind muss spätestens in der 34. oder 35. SSW geholt werden. Wir haben uns nun noch einmal diese Schwangerschaft getraut. Ich war ab der 9.SSW regelmäßig in der Klinik zur Kontrolle und wir haben alle aufgeatmet als klar war, dass es diesmal eine HWP ist. Am Anfang der Schwangerschaft wurde eine Narbendicke von 4-6 mm gemessen (in der 9.ssw). Der Chefarzt in dem neuen Krankenhaus, in dem ich entbinden möchte, sagte mir gestern er möchte mein Kind in der 37. Woche holen , genau an 36+5.  Ich habe Angst dass dieser Termin zu spät angesetzt ist.  Er sagt er würde mich auch 2 Wochen vorher stationär aufnehmen wenn ich mich dann wohler fühler. Er meinte eine Aufnahme eine Woche vorher (an 35+5) würde reichen. Die 2 Wochen vorher möchte ich gerne, das Angebot kam auf meine Bitte hin.  Kann ich dieser Empfehlung guten Gewissens folgen? Oder ist der Termin zu spät angesetzt? Es hieß, ohne echte Geburtswehen wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nichts passieren, sobald ich Wehen bekomme (stärker als Übungswehen und schmerzhaft) soll ich ins Krankenhaus fahren.  In 2 Wochen soll ich nochmal zur Kontrolle und mich bis dahin schonen.  Kann ich diesen Weg gehen? Ich habe wirklich Angst diesmal (auch um mein Leben), ich habe ja schon 3 Kinder die mich brauchen.  Liebe Grüße, Erdbeerchen