@lisi92
Sehr geehrter Dr. Hellmeyer, Ich habe zwei Schwangerschaften hinter mir; die erste endete im Kaiserschnitt 2024 nach erfolgloser Einleitung, ich wurde dann nach einem guten Jahr wieder schwanger mit Zwillingen, von denen einer in der 29. SSW verstorben ist. Ich hatte unregelmäßige Wehen ab 36+4, kam einen Tag später wegen sehr starker Blutungen in die Klinik, die nicht aufhörten und für die keine Ursache gefunden wurde. Ich hatte laut Test einen vorzeitigen blasensprung, letztendlich wurde bei 36+6 ein Kaiserschnitt gemacht (Anfang 2026), bei dem man eine gedeckte Ruptur feststellte. Die Gebärmutter wurde bei der OP entsprechend rekonstruiert, mir wurde gesagt ich sollte bis zu einer nächsten Schwangerschaft 2 Jahre warten, ich würde dann engmaschig kontrolliert werden und das Kind vorzeitig per Kaiserschnitt geholt werden. Es wäre aber sinnvoll, vor einer erneuten schwangerschaft noch einmal einen Ultraschall machen zu lassen, um zu sehen, ob alles gut verheilt ist. Nun hat meine Gynäkologin knapp 9 Monate nach der Entbindung 8-9cm Gebärmutterwanddicke gemessen (2 Tage nachdem meine Periode geendet hat, falls das relevant ist). Sie meinte, dass das im Heilungsverlauf auch noch mehr werden kann. Der Wunsch nach einem dritten Kind ist groß, insbesondere wegen der Totgeburt. Nun bin ich im Nachhinein verunsichert. Wie dick sollte die Gebärmutterwand denn sein, damit eine Folgeschwangerschaft möglich ist? Kann es wirklich noch mehr werden? Da es für uns aufgrund anderer Faktoren aktuell zeitlich noch nicht relevant ist, hat meine Gynäkologin den Befund nicht für mich eingeordnet, aber es beschäftigt mich jetzt im Nachgang dennoch sehr. Vielen Dank schonmal!
Hallo @lisi92, die Dicke der Gebärmutterwand sagt leider überhaupt nichts über die Reißfestigkeit der Gebärmutter aus, daher ist nur wichtig, dass die Gebärmutterwand gedeckt ist. Das ist bei Ihnen der Fall. Viele Frauen haben dann an der Gebärmutter auch eine sogenannte Nische oder Einkerbung. In sofern klingt das doch erst einmal alles gut. Und man sollte als einziges früh den Kaiserschnitt am wehenlosen Uterus machen. Somit spricht meines Erachtens nichts gegen ein drittes Kind. Den Kaiserschnitt würde ich bei 37+0 Schwangerschaftswochen sehen, ggf. sogar etwas später. LG
@lisi92
Noch ein kurzer Nachtrag zu oben: dem lebenden Baby und mir ging es vor und nach der Geburt zu jedem Zeitpunkt gut. Ich bin sehr schlank und eher sportlich, achte auch auf eine gesunde Ernährung. Meine Gynäkologin meinte schon während der Schwangerschaft, dass ich deshalb tendenziell eher eine zartere Gebärmutter habe (aber während der Schwangerschaft wurde soweit ich weiß nie die Gebärmutterwand gemessen).
Wie gesagt, die Dickenmessung spielt keine Rolle, nur das überhaupt eine durchgängige Wand da ist. LG
@lisi92
Hallo, vielen Dank für die schnelle Antwort! Auf eine Nische habe ich meine Gynäkologin nach der Untersuchung explizit angesprochen, sie meinte daraufhin, dass es eine winzig kleine Einkerbung an der Narbe (wenn ich es richtig verstanden habe) gibt, die allerdings weniger als 1mm beträgt, und dass da nicht mal Flüssigkeit reinlaufen könnte. Habe garnicht weiter nachgefragt, was das bedeutet - wäre das dann ggf. ein Problem? Kann die Nische theoretisch noch größer werden? Vielen Dank!
Nein, denn eine Nische ist fast schon normal. Also, eine kleine Einkerbung macht nichts. LG
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