Frage im Expertenforum Hebamme an Evi Bodman:

Kindslage

Frage: Kindslage

Bella19

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Sehr geehrte Frau Bodmann, ich bin gerade am Anfang der 27. SSW und bin es von vorherigen Schwangerschaften gewohnt, dass das Baby bereits gegen Mitte der Schwangerschaft mit dem Kopf nach unten lag. Diesmal ist das leider nicht so und die Füße sind noch unten. Gibt es Übungen, bzw. bestimmte Positionen, die ich einnehmen kann, um das Drehen des Kindes zu unterstützen?  Bis wann sollte sich das Knd spätestens gedreht haben? Wie wäre es nach einer Sectio bzgl. stillen? Nach einer "normalen" Geburt, merkt mein Körper ja durch Wehen usw. sozusagen, dass eine Geburt stattfand und es kommt automatisch zum Milcheinschuss. Passiert das nach einem Kaiserschnitt ebenfalls einfach so und man kann direkt das Kind zu Beginn stillen, oder muss man am Anfang zwingend Flasche geben, weil es mit der Milch nicht so einfach funktioniert? Vielen Dank für Ihre Hilfe!


Evi Bodman

Evi Bodman

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Hallo liebe Bella19, in der 27. SSW musst du dir wegen der Lage deines Babys wirklich noch gar keine Sorgen machen 💛 Zu diesem Zeitpunkt haben viele Babys noch genug Platz und drehen sich teilweise noch mehrfach. Dass dein Baby aktuell noch mit den Füßchen unten liegt, ist also erstmal überhaupt nichts Ungewöhnliches. Bis zur Geburt kann da noch viel passieren. Die meisten Babys drehen sich erst zwischen etwa der 30.–34. SSW dauerhaft in Schädellage. Manche sogar noch später. Es ist also noch ganz viel Zeit. Worauf die grundsätzlich und untersützend im Alltag achten kannst und solltest:  ausreichend und regelmäßige Bewegung im Alltag. Nicht zu lange in der gleichen Position bleiben, immer mal Veränderung reinbringen. Beckenrkeisen ist immer super (auch für den unteren Rücken) und Spaziergänge ruhig regelmäßig (muss auch gar nicht lang sein) Aufrechte Positionen, nicht im Sitzen auf der Couch so nach "hinten sacken. Beckenmobilisation - also auf dem Pezziball oder im Stehen mit Weichen Knien Beckenkreisen, im Vierfüßlerstand - einfach in Bewegung bleiben und gerne mit viel Ruhe und Aufmerksamkeit :)  Und zum Stillen nach Kaiserschnitt kann ich dich ebenfalls beruhigen: Auch nach einer Sectio ist Stillen direkt möglich. Ja, manchmal kommt der Milcheinschuss etwas später, das stimmt - aber auch das ist kein Hinderniss und auch keine Grundlage, dass man direkt mit Flasche füttern muss. Einfach viel Ruhe reinbringen, Hautkontakt, Kuscheln, auf gute Ernährung achten - dann klappt das schon. Mach dir keine Sorgen, das ist noch eine Weile hin. Meld dich gerne etwas näher vorm Termin nochmal, dann kann ich dazu gezielt nochmal ein paar Tipps geben. 💛 Und genau wie Andrea gesagt hat hängt der Milcheinschuss mit der Geburt der Plazenta und der Nachfrage durch das Baby zusammen. Daher ist ein Kaiserschnitt (auch primär ohne Wehentätigkeit) kein Stillhindernis. Versuche dir da erstmal nicht zu viele Sorgen zu machen, sondern genieß die Schwangerschaft. Lieben Gruß, Hebamme Evi Bodman


Andrea6

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Du machst dir vorauseilend ganz unnötige Sorgen. In der 27. SSW ist die Kindslage völlig irrelevant, die meisten Babys drehen sich bis zur 37.SSW in die endgültige Position, einige wenige auch später. Selbst eine persistierende BEL ist nicht automatisch ein Grund für eine Sectio, erst recht nicht  bei einer Mehrgebärenden. Bezüglich des Milcheinschuß bist du falsch informiert: dieser ensteht nicht durch vorausgegangene Wehen, sondern durch den "Wegfall" der Plazenta. Hierdurch bekommt der Körper das Signal "Kind ist draußen, Milch wird gebraucht". Also: ganz entspannt weiter brüten 


AnaHata

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Ich verstehe deine Sorgen gut. Mir hat meine Gyn Stress in der 32. SSW gemacht: "wenn sichs nicht dreht, dann wird das nichts mit der natürlichen Geburt, dann gibt es diese diese und diese Option." Hat mich mega verunsichert. Was mir geholfen hat und wodurchs sich mMn das Baby dann kurz darauf gedreht hat, war eine CranioSacral-Behandlung. Vielleicht gibt es sowas bei dir in der Nähe und du willst es versuchen. Die allermeisten Babys drehen sich. Und ich glaube, die die sich nicht drehen, wissen auch warum. Vielleicht ist die Nabelschnur zu kurz, die Plazenta im Weg... so hab ich mir versucht den Druck rauszunehmen. Ein "mach dir nicht zuviele Sorgen und / oder Stress" vom Umfeld hat mir jedenfalls nix gebracht. Man fühlt sich ja selbst sowieso nicht wohl mit Sorgen und würde gerne weniger haben. Die lassen sich nur schlecht einfach, wie ein Fernseher ein- und ausschalten. Aber du wirst sehen, du und dein Baby werden das rocken! Alles Gute.


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