Bärchen85
Sehr geehrte Frau Westermann, ich bin jetzt in der 31ssw und habe seit circa 7 Wochen Vulvavarizen. Diese werden immer stärker und meine Ärztin sagte zu mir, dass man da nichts großartig machen kann und es an Stärker nur zunehmen wird. Ich sehe meine Ärztin erst in ein paar Tagen wieder, mich beschäftigt aber die Frage, ob man mit Vulvavarizen vaginal entbinden kann? Gibt es Gründe, wieso es nicht möglich wäre? Vielen Dank!
Liebe werdende Mama, erstmal: Vulvavarizen sind zwar unangenehm und können wirklich beunruhigend aussehen oder sich so anfühlen, aber sie sind in der Schwangerschaft gar nicht so selten – und in den allermeisten Fällen kein Hindernis für eine vaginale Geburt. Aus Hebammensicht kann ich dir dazu Folgendes sagen: In der Regel kannst du ganz normal vaginal entbinden, auch mit ausgeprägten Vulvavarizen. Der Grund ist, dass diese Krampfadern zwar oberflächlich sichtbar und manchmal druckempfindlich sind, aber unter der Geburt meist kein großes Risiko darstellen. Durch den Druck des Köpfchens werden die Gefäße oft sogar etwas „komprimiert“. Wann würde man genauer hinschauen oder etwas abwägen? Das ist eher selten, aber zum Beispiel wenn: die Varizen sehr groß, stark gespannt oder schmerzhaft sind zusätzlich andere Risiken bestehen oder deine Ärztin/ dein Arzt bei der Untersuchung ein ungünstiges Bild sieht Dann wird individuell entschieden – aber auch dann ist ein Kaiserschnitt nicht automatisch nötig, sondern wirklich eine Einzelfallentscheidung. Was du jetzt schon tun kannst, um die Beschwerden etwas zu lindern: viel Beine hochlagern Kühlen (z. B. mit Kühlpads, in ein Tuch gewickelt) ggf. eine stabilisierende Unterwäsche oder spezielle Kompression (es gibt dafür extra Hilfsmittel) langes Stehen oder Sitzen vermeiden Ich wünsche dir eine wundervolle Geburt 🫶🏻
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