Mitglied inaktiv
Sehr geehrte Damen und Herren von rund-ums-Baby, bei meinem ersten Baby war 4 Tage nach ET der Muttermund 3 cm geöffnet, noch keine spürbaren Wehen. Die Hebamme war zufrieden mit mir, schickte mich nach Hause und wies mich an, mir mit 1-2EL Rizinusöl ein Rührei zu braten und zu essen ("Wäre schade, wenn wir nur abwarten würden."). Erst geschah ein paar Stunden lang gar nichts (keine Übelkeit, kein Durchfall, keine spürbaren Wehen o.ä.). Dann hatte ich einen vorzeitigen Blasensprung. Kurz darauf die erste Wehe, allerdings die zweite schon in einem Abstand von 2 Minuten. Ich habe es gerade noch ins Krankenhaus geschafft, von Blasensprung bis Geburt lagen 1,5 Stunden. Leider ist fast alles gerissen, was möglich ist, und ich lag nach horrendem Blutverlust und Not-OP auf der Intensivstation. Mein Arzt hat die Hebamme verteufelt - das Rizinusöl sei Schuld gewesen und sie hätte mich niemals mit so einem Experiment allein lassen dürfen. Ein anderer Arzt meinte, das sei Quatsch, es sei einfach Pech. Das Ganze ist jetzt eine Weile her, aber ich mache mir Sorgen um zukünftige Geburtsverläufe, da alles vernarbt und "undehnbar" ist. Wie ist Ihre Meinung dazu? War es das Öl Schuld? Und darf ich mir weitere Kinder zutrauen? Mit freundlichen Grüßen Der Mann im Mond (sämtliche gute Benutzernamen waren vergeben ;-) )
Hallo, Rizinusöl zu Hause als Einleitungsmethode zu empfehlen gilt als fahrlässig - es gibt in der Literatur mehrere Beispiele ,die uns Hebammen schon seit Jahren dazu veranlassten es auf keinen Fall den Frauen zuhause zu empfehlen. Ob Ihr Geburtsverlauf darauf zurückzuführen ist kann ich natürlich nicht 100%ig sagen,ausgeschlossen kann dies aber auch nicht werden. Auf jeden Fall können Sie wieder schwanger werden,die Vorsorge würde ich bei einer anderen Hebamme durchführen lassen - im Rahmen der geburtsplanung ist Ihre Wunschklinik dann auf Ihre Vorgeschichte gewappnet und es können bei der Geburt Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Freundliche Grüße, Silke Westerhausen PS:lustiger Nick*
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für diese Antwort! Es erschreckt mich jetzt etwas, dass das mit dem Öl so fahrlässig war. Denn in der Hebammenpraxis waren 5 Hebammen, und Rizinusöl um den Termin herum war Usus. Auch bei Freundinnen bei anderen Hebammen habe ich es mehrfach gehört (dann allerdings kein Ei in Rizinusöl, sondern ein klassischer Cocktail mit Wodka und Bananensaft). Sollte ich da jetzt im Nachhinein noch was sagen...?
Hallo, Sie können,wenn Sie Lust haben,den Hebammen sagen,dass Weiterbildung wichtig und nützlich ist....Eine Einleitung am Termin ist an sich schon fahrlässig und kontraindiziert! Wie Sie meinen.... Alles Gute
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