Luna1988
Sehr geehrte Frau Dr. Mallmann Seit dem Abstillen nach dem 3. Kind leide ich viel stärker unter den psychischen Auswirkungen von PMS. Was würden Sie bei der Jahreskontrolle empfehlen zu überprüfen im Blut? Eisen? Welche Mineralstoffe? Hormone? freundliche Grüsse Luna
Guten Tag, es wäre vor allem sinnvoll, Ihre konkreten Symptome bzgl. PMS bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung mit Ihrer Frauenärztin zu besprechen und daraus eine individuelle Therapieempfehlung abzuleiten. Eine Dokumentation der Beschwerden über mindestens 2 Zyklen ist hierfür sehr hilfreich. Je nach Beschwerden kann es beispielsweise sinnvoll sein, den TSH-Wert zu kontrollieren. Bei starken oder veränderten Blutungen oder Müdigkeit wären zudem ein Blutbild und eine Ferritin-Bestimmung empfehlenswert. Eine Bestimmung von Sexualhormonen wie Östradiol oder Progesteron würde ich nur bei zusätzlichen Zyklusstörungen empfehlen. Bei PMDS-typischen Beschwerden ist dies in der Regel nicht erforderlich, da die Hormonwerte bei PMDS meist nicht verändert sind. Vielmehr steht hier eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den üblichen zyklusbedingten hormonellen Schwankungen im Vordergrund. Eine routinemäßige Bestimmung von Mineralstoffen und Vitaminen wie Magnesium, Calcium oder Vitamin D ist bei Verdacht auf PMDS ohne Hinweis auf einen entsprechenden Mangel ebenfalls nicht erforderlich. Eine gezielte Bestimmung kann bei entsprechenden Beschwerden oder Risikofaktoren sinnvoll sein. Ob also die Testung bestimmter Laborwerte sinnvoll ist, hängt daher eher von Ihren individuellen Beschwerden ab und nicht allein von der Diagnose PMS/PMDS. Besprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin, welche Untersuchungen in Ihrem Fall sinnvoll sind. Alles Gute für Sie!
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