blessed2011
Sehr geehrter Dr. Posth, wir haben zwei Kinder (2,5 Jahre und 3 Monate). Beim Großen haben wir immer sofort reagiert (zB Stillen), wenn er geweint hat, er bekam alle Zuwendung und alles richtete sich nach ihm und seinem Tagesablauf. Nun ist unsere Tochter geboren und ich merke, wie ich ihr gar nicht so gerecht werden kann, wie ich möchte. Ist das normales "Schicksal" der Zweiten bzw. Dritten? Leider lasse ich sie manchmal schreien, zB wenn der Große pünktlich aus dem Spielkreis abgeholt werden muss, sie aber Hunger hat, kann ich nicht immer sofort stillen. Oder sie bekommt ja viel früher mit, wenn ich mit dem Großen schimpfe, dass ich laut werde etc. Ich habe dann ein schlechtes Gewissen. Leider ist sie von Geburt an hörgeschädigt und hatte Koliken, so dass der Start (und damit vorerst die Bindung) schwierig war. Wir hatten/haben viele Arztermine und Frühförderung etc. Woran würde ich merken, ob es ihr in der der Bindung zu mir gut geht? Danke! Karina
Hallo, die Stabilität der Bindung bemerken sie bald durch das Fremdeln und die Bevorzugung oder Ausschließlichlichkeit Ihrer Person zum Trösten und Beruhigen. Das Fremdeln fällt aber je nach charakterlicher Veranlagung etwas unterschiedlich bei den Säuglingen aus. Sicher ist es das Schicksal der Zweit- oder Drittgeborenen, dass ihnen keine ungeteilte Aufmerksalkeit mehr geschenkt wird. Aber das muss keine Nachteil sein. Die Kraft der Zuwendung zum Kind wächst mit jedem neuen Kind noch wieder ein Stück an. Das ist zugegeben nicht unbegrenzt. Aber zwei, drei oder vier geht, wobei die nachgeborenen Kinder auch wieder durch Zuwendung seitens ihrer älteren Geschwister profitieren. Und die Großeltern wenden sich gerne verstärkt den kleineren Geschwistern zu. Im Übrigen bekommt die Mutter vermehrt Freiheit für das nächste Kind dadurch, dass sich das ältere Kind stärker dem Vater zuwendet um die Loslösung voranzutreiben. Viele Grüße
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