Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, erstmal ein gutes neues Jahr für Sie und Ihre Familie. Unser Sohn (10 Monate) ist ein sehr ausgeglichenes und fröhliches Kind. Bis vor 1 1/2 Monate habe ich ihn in der Schlaf gestillt. Bis dahin nahm er keinen Schnuller. Den hat er dann für sich entdeckt und ich habe die Chance genutzt und ihn entspr. Ihrem Rat nicht mehr in den Schlaf gestillt, sondern er schläft seitdem mit dem Schnuller ein. Er schläft bei mir im Babybalkon bzw. die Hälfte der Nacht meist mit in meinem Bett. Unser Schlafritual sieht so aus: Umziehen mit Papa, Geschichte mit Mama, Stillen, ins Bett legen, Gebet und Gutenachtkuss, Schnuller rein, Kuscheln an Mamis Kopfkissen, Spieluhr an und Licht aus. Ich bleibe dann bei ihm bis er eingeschlafen ist. Das braucht er auch, weil er manchmal eine ganze Weile braucht bis er zur Ruhe findet und immer noch im Bett auf und ab tigert. Nun meine Frage: Sollte ihn nun auch der Papi mal zu Bett bringen und was sollten wir dabei beachten? Danke! Benedicta
Liebe Benedicta, am Ende des ersten Lebensjahres beginnt die Loslösung aus der primären Bindung, und dann ist es sogar sehr wichtig, daß der Vater solche Aufgaben übernimmt. Denn er wird zum Vorbild des Kindes für ein vom mütterlichen Selbst gelöstes individuell-autonomes Leben im eigenen Selbst. Sie könnte jetzt schon Versuche in diese Richtung starten, es könnte aber sein, daß Ihr Sohn doch noch stark nach Ihnen verlangt, und dann sollten Sie auch Ihren Mann erst einmal wieder ablösen. Viele Erfolg und auch Ihnen ein glückliches und erfolgreiches, kommendes Jahr. Viele Grüße
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