fairy_
Guten Abend Dr.Posth!Unsere Tochter,2.5J.,ist u.a. sprachlich sehr weit.Wenn sie etwas macht,was mich o.andere ärgert o.andere Kinder schmerzt (z.B.Schubsen/Hauen),sagt sie in letzter Zeit,auf meine Frage,warum sie das macht,“Weil ich böse bin!“.Mein Mann und ich sagen ihr NIE,dass sie böse ist,Omas und Opas aber leider öfter.Ich versuche ihr zu erklären, dass SIE nie böse ist, allenfalls das was sie tut, nicht gut/schön.Dennoch erreicht sie das scheinbar nicht.Was kann ich tun,damit sie nicht glaubt,dass sie böse ist?Sie ist so ein tolles, aufgewecktes,kluges,fröhliches,auch manchmal trotzendes Kind u.es tut mir leid, dass sie so etwas sagt/gesagt bekommt.DANKE für Ihre Arbeit hier im Forum u. alles Gute!LG,F.
Hallo, es ist schwer für Eltern, ihren eigenen Eltern klar zu machen, dass sie selbst jetzt die Erzieher sind und nicht die Großeltern. Die hatten ja ihre Zeit gehabt. Ein 2 1/2-jähriges Kind weiß noch gar nicht, dass es "gut" und "böse" gibt. Es plappert nur die Bezeichnungen der Erwachsenen nach, die ihm damit ein schlechtes Gewissen machen wollen. Moralkategorien wie gut und böse, aber auch Gewissensstrukturen entwickeln die Kinder erst im 5. Lebensjahr.Ihre Tochter gefällt sich darin zu sagen, dass Sie selbst böse sei. Aber noch kann sie auch keine Konsequenzen aus der Feststellung ziehen. Würde man die frühkindliche Entwicklung ohne das spätere Ergebnis betrachten, wäre alles halb so schlimm, aber mit der Zeit bildet sich dann oft doch eine Art Sellbstüberbezeugung heraus, die nur noch schwer zu korrigieren ist. Viele Grüße
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