dallidalli4
Hallo Herr Dr Posth, ich hoffe, sie können mir darauf eine Antwort geben...soweit wie das auf die Ferne möglich ist! Wie würde sich fogendes Verhalten auf das Kind/späteren Erwachsenen auswirken? Ein Säugling(5Monate) wird bei den Grosseltern gelassen, nach dem Sommerurlaub (3Wochen), damit die Mama wieder Geld verdienen kann. Dazu muss man wissen, dass Oma/Opa im ehem. Jugoslawien leben und die Eltern dann wieder nach Deutschland aufgebrochen sind. Das Kind wurde nach ca 2-3 Monaten krank und wurde dann wieder abgeholt. Was für "SCHÄDEN", haben die Eltern eventuell, damit angerichtet! Vielen DANK im vorraus!
Hallo, Bindung entwickelt sich auch aus Kontinuität, d.h. aus eine beständigen Zusammensein von Säugling und primärer Bindungsperson. Dieses Prinzip wurde über eine verhältnismäßig lange Zeit unterbrochen, was beim Kind eine starke Verunsicherung hervorgerufen hat. Waren die Großeltern von Anfang an wichtige Ersatzbezugspersonen, dann verschmerzt der Säugling eine solche Trennung einigermaßen. War das nicht der Fall und hat der Säugling bei der Übergabe oder im Zustand des Verlassenseins viel geschrien, dann entwickelt er eine Form der unsicheren Bindung. Bei längeren Trennungen ist es die vermeidend unsicher Bindung. Das ist zwar eine Anpassungsstratgie, aber ein Ergebnis mit deutlich höherem Risiko für weitere Entwicklungsschritte zur Selbstständigkeit. Insbesondere die Loslösung (s. gezielter Suchlauf) wird behindert. Die Eltern müssen jetzt auf der Hut sein, im Verlauf der Entwicklung ihres Kindes keine neuen Fehler zu begehen. Viele Grüße
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