Tomika
Sehr geehrter Dr. Posth, unser Sohn (5 3/4J) muss nach einzelnen epileptischen Anfällen Lamotrigin nehmen. Seither hat er sich sehr von der Persönlichkeit verändert. Aus dem fröhlichen Jungen ist ein Kind voller Ängste, mit depressiven Phasen und zwanghaften Handlungen geworden. Er bekommt jetzt Psychotherapie. Auch unsere Nachbarn sagen, die Veränderung kam mit der Medikamentensteigerung, nach für ihn zu hoher Dosis war sein Verhalten im Herbst untragbar, die Dosis wurde reduziert, es wurde umgehend deutlich besser. Allerdings hat er eben doch die Depressionen, und Zwänge und massive Ängste beibehalten. Wir fragen uns, wie sehr die Psychotheropie wirken kann, wenn die Ursache das Medikament, also chemisch, sein sollte. Wird sich das Verhalten nach Absetzen wieder vollständig zurückbilden? Teilweise fragen wir uns, ob wirklich die momentanen Verhaltensänderungen das kleinere Übel sind im Vergleich zu den Anfällen? Viele Grüße Tomika
Hallo, Antiepileptika und dazu zählt Lamotrigin haben eindeutig Auswirkungen auf die Psyche. In einigen Fällen geht das soweit, dass man diese Substanzen auch als Psychotherapeutika einsetzt. Aber da muss man sich sehr vorsehen, denn das Nebenwirkungsspektrum ist groß. So ist es auch bei Lamotrigin. Ich würde auch einen Zusammenhäng zwischen den ungünstigen seelischen Veränderungen und der Gabe des Antiepileptikums sehen. Waren denn die anderen Antiepileptika wirkungslos geworden? Erreichten sie keine ausreichende Anfallsfreiheit? Es wäre zu überlegen, Lamotrigin wieder ganz abzusetzen und eines der bewährten "alten" Mittel zu nehmen. Viele Grüße
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