Mimi46
Lieber Dr Posth, meine Tochter (23,5 Mon) und ich haben ein sehr inniges Verhältnis,Verhältnis zu Papa leider immer wieder sehr angespannt.Ich denke, LLvorbild evtl Bezugserzieherin.Papa erfährt viel Ablehnung und Unmut von ihr,er ist mitunter aber auch ungeduldig und fordert Nähe ein.Die Situation ist sehr angespannt und die Ablehnung macht uns beide traurig.Ich sage ihr auch in Konfliktsituationen, dass Papa traurig ist und mich das auch traurig macht.Sie rennt in Konfliktsituationen mit Papa immer zu mir, will auf den Arm.Dem Wunsch hab ich neulich nicht nachgegeben,um zu zeigen,dass ich das Verhalten nicht schön finde.Sie hat doll geweint.Wie verhalte ich mich richtig?Doch auf den Arm nehmen? Ihr Forum ist großartig! Danke!!!
Hallo, auch wenn es anders sehr viel besser wäre, Sie werden zunächst für Ihre Tochter die wichtigste Anlaufstation bleiben, wenn es ihr nicht gut geht oder wenn etwas Unliebsames passiert. In der Ki-ta ist offenbar noch die Bezugserzieherin als eine "sichere Basis" akzeptiert. Eine Bezugserzieherin kann tatsächlich Ersatzloslösungsvorbild sein, wenn der Vater nicht ausreichend zur Verfügung steht. Insofern kann die Ki-ta auch entspannende Aspekte für die Entwicklung eines Kind haben. Dabei bleibt die Notwendigkeit der sanften Ablösung unberührt. Das Gefühl von Trauer ist Ihrer Tochter erst in zunehmenden Maße präsent. Daher hat es auch wenig Sinn, ihr das Traurigsein im Zusammenhang mit dem Verhalten des Vaters aufzeigen zu wollen. Eher wird sie noch wütend reagieren oder eben einfache Ablehnung zeigen. Es liegt jetzt alles daran, dass sich Ihr Mann mit ein paar Grundsätzen der frühkindlichen psychosozialen Entwicklung vertraut macht. Vielleicht können Sie ihn ja dazu bewegen, die Langstexte über das "Emotionale Bewusstsein" ein wenig zu studieren. Viele Grüße und danke für Ihr großes Lob
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