Reba
S. g. Dr. Posth, unsere Tochter (2) möchte im Moment alles selber machen (Autositz, Kleidung aussuchen, Teddy wickeln etc.). Ich finde diese beginnende Selbständigkeit eigentlich toll, oft dauern diese Vorgänge aber ewig und sie findet gar kein Ende mehr. Ich lasse ihr schon viel Zeit, aber ich habe das Gefühl, je mehr Freiraum sie bekommt, desto länger dauert alles. Wenn ich dann mal durchgreife, gibt es großes Geschrei. Besonders das Zähneputzen ist anstrengend, sie putzt gerne selbst, stundenlang, aber sobald ich nachputzen will, ist der Mund zu und alle spielerischen Versuche scheitern. Beharre ich auf dem Putzen, dann weint sie fürchterlich. Wie kann ich mit diesen Situationen am besten umgehen? Ablenkung funktioniert leider auch nicht immer. Ich versuche, liebevoll, aber bestimmt zu sein, doch meist ohne Erfolg, und manchmal ist (leider) auch meine Geduld am Ende. Entweder gebe ich dann entnervt auf oder ich „zwinge“ sie. Beides finde ich ziemlich unbefriedigend. Danke!
Hallo, das Alter von 2 Jahren ist Hochphase des Trotzens. Da muss ein Kind darauf bestehen, alles selber zu machen, denn von dieser Selbstbestimmung hängt im Moment sein Seelenheil ab. Sicher gibt es Augenblicke und Situationen, in denen die Eltern entscheiden müssen, wie es zu gehen hat. Das muss liebevoll bestimmend geschehen und verlangt eine Erklärung auf einfachstem Niveau. Das hört aus dem Tonfall und dem Bemühen der Eltern heraus, dass die Entscheidung nicht gegen es gerichtet ist. Das unterbindet zwar nicht den Protest, baut aber für später vor, weil es das Urvertrauen erhält. Das Zähneputzen ist ähnlich wie das Haare waschen ein ewiges Problem zwischen Kleinkindern und Eltern. Aber was die Zähne angeht, ist die richtige Nahrung noch wichtiger als das gründliche Putzen. Der viele Speichel, den die Kinder produzieren, reinigt selbst schon die Zähne ganz gut, und er enhält Abwehrstoffe gegen Kariesbakterien. Viele Grüße und nicht den Mut verlieren.
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