Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, mein Sohn reagiert schon immer auf Schwierigkeiten zwischen ihm u. der Umwelt mit Verhaltensauffälligkeiten. Häufiger stand auch der Verdacht auf Hochbegabung im Raum (kann vor Schulbeginn lesen, im ZR bis 100 rechnen, sich sehr in Themen vertiefen und dort ein sehr großes Detailwissen erarbeiten). Aufgrund der Verhaltensprobleme haben wir ihn jedoch nicht als Kannkind eingeschult. Nun steht zur Debatte, dass er in die zweite Klasse kommen soll, da er mehr als den Stoff der 1. Klasse beherrscht (lt Schule), weil er sich sonst zu einem "underachiever" entwickeln könnte. Aber gerade wegen der Verhaltensprobleme sehe ich Schwierigkeiten darin, wenn er in eine Klassengemeinschaft kommt, die schon ein Jahr besteht. Was ist für ein Kind mit wenig Selbstbewusstsein besser? Als kleiner Schlaumeier in eine bestehende Klasse einzudringen oder sich mit vielen Kindern neu in einer 1. Klasse zu orientieren, obwohl er da angeblich nichts neues lernen kann? Danke Uli
Liebe Uli, das ist sehr schwer zu beurteilen. Um hier einen guten Rat abzugeben, muß man das betreffende Kind genau kennen. Ich weiß nicht, woher Sie schreiben, aber hier in NRW wird das jahrgangsübergreifende Prinzip in der Schule immer stärker favorisiert. D.h. erstes und zweites Schuljahr gehen in eine gemeinsame Klasse. Das Kind kann sich dann entsprechend seinem Leistungsstand den geforderten Aufgaben zuwenden. Vielleicht gibt es ja auch in ihrer Nähe eine solche Grundschule. Auf jeden Fall sollten Sie die Angelegenheit mit dem/der Schulleiter(in) besprechen, der/ die auch die Kinder vortestet. Grundsätzlich nutzt es aber einem Kind wenig, leistungsgerecht ansprochen zu werden, wenn seine sozialen Bezüge nicht mehr stimmen. Umgekehrt ist es besser, weil durch Zusatzaufgaben der Leistungsanspruch leicht gedeckt werden kann. Viele Grüße
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