Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trotz?

Frage: Trotz?

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Hallo, mein Sohn ist schon seit er 6 Monate ist ein sehr Willenstarkes Kind. Er war kein Schreibaby. Jetzt ist er 2 Jahre und 8 Monate und das ist so geblieben. Bin ich mit ihm alleine, komme ich bis auf ein paar Zwischenfälle sehr gut mit ihm aus.Klar ist er recht anstrengend dadurch das er sehr wach und ziemlich wuselig ist. Ist mein Mann mit ihm allein geht es auch gut. Sind wir aber zu zweit als Eltern, geht es ich will dies und das und in was für einem Ton, er ist dann gleich auf 180 und ruppig.Ich kann mir nicht erklären warum. Kommt mein Mann heim, werde ich gleich aus dem Zimmer geschickt von unserem Sohn.Dann alles prima, aber eben zu dritt echt schwer. Da er in 4 Monaten ein Geschwisterchen bekommt, macht mir das erst recht Gedanken. 2.Wir sind unterwegs alles prima. Wir treffen jemanden, auf einmal ist er totol irre, lässt sich beim rennen auf den Boden fallen, zappelt rum, macht total den Unsinn.Bekommen wir Besuch das gleiche.Warum?


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das, was man als Eltern bei einem Kleinkind als willensstark warhnimmt, ist in Wahrheit willensstarr. Denn die Entwicklung des menschlichen Willens ist darauf ausgerichtet, flexibel und anpassungsbereit zu sein. So berichten eigentlich alle Eltern über Schwierigkeiten im Umgang mit ihren willensstarken Kindern. Aber mir scheint bei Ihnen auch ein anderes Phänomen vorzuliegen. Ihr Sohn ist energisch darin, die Rollen seiner Eltern genau aufzuteilen. Auch das ist typisch für Kleinkinder, die genau wiisen wollen, wer von den Eltern für was zuständig ist. Möglicherweise kommt das bei Ihnen in der Familie nicht so klar heraus und ihr Sohn sorgt dafür, dass es klar wird. Wenn es nicht allzu störend ist, sollte Sie diesem Bestreben Ihres Sohnes nachgeben. Das Aufdrehen der Kinder beim Besuch kommt fast immer daher, dass ihnen so gut wie keine Notiz geschenkt wird, außer bei der Begrüßung und der Verabschiedung. Das ist aber einem Kind zu wenig, besonders, wenn es extrovertiert veranlagt ist und viel Selbstbewusstsein erworben hat. Wenn man sich dann mit dem Kind ein wenig beschäftigt oder ihm sinnvolle Spielangebote macht, ist das störende Verahalten schnell weg. Viele Grüße


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