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Meine Tochter (11,5 M) wird Morgens, zum Einschlafen und nachts gestillt. Vom 4.-7. Monat hatte sie durchgeschlafen aber danach kaum (1-4x wach/ Nacht – ca. 11h). Wenn ich es ohne Brust versuche, weint sie arg und stemmt sich im Arm gegen mich. Ich kann sie kaum halten / wiegen. Ich denke, je länger ich stille, umso öfter wird sie nachts wach und lässt sich durch nichts anderes mehr in den Schlaf bringen. Sie empfehlen, erst morgens abzustillen, dann nachts und dann das Einschlafstillen. Wie viel Zeitabstand sollte denn zwischen den einzelnen Schritten liegen? Ich frage mich, ob das Einschlafstillen nicht eine Erwartung für das Einschlafen aller folgenden Wachmomente in der Nacht generiert und ob es nicht besser wäre, auf einen Schlag alles abzustillen? Kann sie schon 11h ohne Essen sein vom Alter her? Oder muss ich ihr doch in der Nacht (gegen frühen morgen) Flasche geben? Durch was kann das Einschlafstillen ersetzt werden? Oder müsste sie das schon "alleine" können? Danke, Petra
Liebe Petra, die von Ihnen genannte Abfolge des Beendens der Stillmahlzeiten ist kein Dogma, aber sie hat sich bewährt. Das Einschlafstillen ist immer automatisch Teil eines Rituals, das am schwierigsten aufgegeben werden kann. Das morgendliche Stillen ist auch ganz einfach bequem, man braucht nicht erst Milch warm zu machen oder etwas anderes zu essen geben. Das nächtliche Stillen ist das unbequemste und hinsichtlich der Stoffwechselvorgänge im Kind auch das entbehrlichste. Säuglinge mit knapp 1 Jahr können schon 10-11 Stunden ohne Nahrung auskommen. Es gibt viele, die schlafen spontan diese Dauer hindurch. Wenn Sie also schrittweise vorgehen, dann sollten Sie schon 2-3 Wochen dazwischen vergehen lassen. Vom brutalen Komplettabstillen halte ich nichts. Das geht leicht auch ein kleiner Riss durch die Mutter-Kind-Bindung. Viele Grüße
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