AndreaOtt
Lieber Dr. Posth, wir hatten letzte Woche bzgl. meines 3 1/2 jährigen Sohnes telefoniert. Ich habe aber eine Facette seines Verhaltens - die mich ebenfalls besorgt- nicht besprochen: Bei vielen Handlungen (z.B.Toilette gehen, essen etc.) ist er sehr langsam. Er träumt vor sich hin, macht alles andere, nur nicht das, was er soll. Dies führt dazu, dass er z. B. an einem Kindergeb. als letzter am Tisch sitzt und noch isst, alle anderen spielen schon. Er bastelt noch eine halbe Stunde länger als alle anderen, verpasst dann Spiele. All das stört ihn nicht (nur mich). Ich habe Sorge, dass er sich damit ausgrenzt, den Anschluss verpasst. Wir haben oft auch Streit deswegen, weil er z. B. 10 Minuten am Waschbecken steht und spielt (soll Hände waschen) und ich dann mit dem Essen etc. warte. Kann / Sollte man zur Schnelligkeit ermahnen? (neulich sagte er: Mama, ich mag nicht, wenn Du so hektisch bis....). Aber wenn es nach ihm geht, müsste der Tag 30 Stunden haben, oder wir haben zu viel vor..?
Hallo, es gehört zunächst einmal zu den Eigenschaften eines Kindes, wie schnell und zielstrebig es seine Aufgaben erledigt oder wieviel Zeit es sich dabei lässt. Solange diese Eigenschaft keinen anderen nennenswert stört, gibt es auch keinen Grund sie zu ändern. außer das Kind kommt von allein drauf. Sicher kann man als Eltern sein Kind auf bestimmte Kollisionen mit der Umwelt hinweisen, wenn das Verhalten gar nicht zum Üblichen in unserer Gesellschaft passt. Aber man muss es wie gesagt nicht zwingend ändern. Sagt man seinem Kind in Ruhe und ganz ohne Ärger, welche Schwierigkeiten es vielleicht in Zukunft mit der eigenen Art bekommen könnte, dann richtet es sich auch zunehmend danach und fühlt sich dabei nicht bevormundet. Noch einmal viele Grüße
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