BärundMaus
Lieber Herr Dr. Posth, unser Sohn wird im August 3 Jahre alt. Er war schon immer sehr sensibel, beobachtet sehr genau und ist eher anhänglich. Er hat einen einjährigen Bruder. Seit er ungefähr 1,5 Jahre alt ist, legt er sich beim Spielen, Bücher angucken oft auf dem Bauch oder stellt sich an den Türrahmen oder legt sich über den Stuhl und ist dabei oft wie im Trance und reagiert nicht auf Aufforderungen. Ich glaube, dass es eine Art Selbstbefriedigung ist und ihm ein schönes Gefühl bereitet. Wir haben ihn deswegen auch nicht kritisiert oder es verboten. Außer, dass wir mal ärgerlich reagiert haben, wenn er nicht reagiert hat. Meine Frage ist, wie ich damit richtig umgehen kann. Ich glaube, er würde es noch nicht verstehen, wenn ich ihm sage, er soll es nur in seinen Zimmer machen, weil es eine private Sache ist. Er ist ja auch wie abwesend in den Momenten.
Hallo, Sie haben recht, zumal es ja bei Ihnen zu Hause in privaten Räumen stattfindet. Es wird wohl eine Form der kindlichen Masturbation sein. Wenn er sich zu sehr darin verliert, ist es wahrscheinlich ratsam, ihn ein bisschen daraus zu befreien durch eine verlockende Ablenkung oder ein Angebot zum gemeinsamen Spiel. Das hat mit Verbieten nichts zu tun und wird wahrscheinlich gerne von ihm angenommen. In der Regel sind das Phasen, in denen Masturbieren verstärkt stattfindet. Nur bei vernachlässigten Kinder kann sich das exzessiv steigern. In solchen Fällen muss man man dann therapeutisch intervenieren. Viele Grüße
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