Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Sohn 1 1/2 extrem unruhig!

Frage: Sohn 1 1/2 extrem unruhig!

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Mein Sohn 1 1/2, ist wirklich extrem anhänglich,unruhigund quengelig. Ich weiß einfach nicht mehr weiter! Meine Kräfte schwinden langsam, da ich auch noch einen 4-jährigen Sohn habe und alleinerziehend bin. Mein Kleiner war von ersten Tag auf an praktisch nur am schreien. Die ersten 3 Monate hieß es es sein Koliken, danach die Zähne, dann ein Wachstumsschub,wieder die Zähne, mein KIA weiß nun aber auch nix mehr! Die Nächte sind HORROR! In seinem Bett akzeptiert er es schonmal gar nicht und selbst bei mir im Bett ist er nur unruhig, wacht ständig auf, schreit, schläft nur schwer wieder ein. Die ersten 6 Monate wurde er Tags&Nachts alle 2 Stunden gestillt und verbrachte den Tag überwiegend im Tragetuch, das war auch okay und Hebamme&Kia bestätigten mich, und nur so war er auch ruhig,mal eben ablegen war nicht! Nur jetzt ist er immer noch so! Nur auf dem Arm ist er ruhig! KISS und co waren o.B. Was hat er denn blos und vorallem WARUM? An wen kann ich mich wenden? ADHS,Autismus???


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, KISS ist ein Modediagnose für die Fälle, bei denen man nicht weiter weiß. Autismus wird heutzutage auch viel zu oft als mögliche Diagnose benutzt. Aber für diese Diagnose muß ein viel höherer Störungsgrad in der Sozialbeziehung vorliegen. Außerdem wären in diesem Alter nur eine allgemeine und eine Sprachentwicklungsverzögerung hinweisträchtig. Über ADHS kann man so früh noch nichts sagen. Aber Schreikinder, die man nicht adäquat behandelt hat werden später häufiger ADHS-Kinder, ob genetische bedingt oder als Folgeerscheinung der frühen Psychosozialstörung. Für alleinerziehende Müttr besteht die Schwierigkeit, dass die Loslösung nicht auf die angestammte Weise zustande kommt (s. Loslösung im gezielten Suchlauf und Langtexte, Teil3). Im Übrigen gibt es mit etwa 1 1/2 die Wiederannäherungskrise (ebenfalls gezielter Suchlauf). Da potenziert sich noch einmal vorübergehend die Anhänglichkeit. Helfen könnte Ihnen eine Erziehungsberatunsstelle, wie es sie in jeder Stadt und größeren Kommune als kostenloses Angebot gibt. Das Jugendamt oder die Stadtverwaltung kann Ihnen da weiter helfen. Viele Grüße .


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