Mitglied inaktiv
S.g,Hr.Dr.Posth, danke f. Ihre Antwort letzte Woche.Sie schreiben, dass Erz. + Tagesmütter sich i.d.Regel an meinen Erziehungswünschen orienterien müssen, doch kann ich ja nicht kontrollieren, ob das auch so passiert, Daher meine große Angst, meinen schüchternen Sohn in fremde Hände geben zu müssen. Noch eine Frage: Mein Sohn sagt oft noch *Namen* möchte dies oder jenes. Spricht also von sich noch oft in der 3. Person. Manchmal kommt auch ein "ich". Ist das ein Zeichen für eine schlechte Loslösung? An was kann ich das noch fest machen? Er bleibt, wenn nötig bei seinem Papa u. bei meinen Eltern. Oftmals dürfen auch nur sie bestimmte Dinge tun. Ganz stark darf im Moment eine Handspieltier die Windeln wechseln, anziehn usw. Ist das ein Warnsignal? Läuft Loslösung evtl. über Kuscheltier oder ist das normal, dass auch Kuscheltiere Aufgaben übernehmen u. im Rahmen des Übergansobjektes? Vielen Dank für Ihre Antwort und Ihre wertvolle Hilfe hier im Forum. Viele Grüße Sabrina
Liebe Sabrina, Übergangsobjekte übernehmen keine bestimmten Aufgaben, sondern sind einfach nur präsent und werden vom Kind benutzt, um innere Spannungen und Unlustgefühle abzubauen. Sie können trösten oder als Aggressionsobjekt dienen. Genau genommen repräsentieren sie die verinnerlichte Mutter oder Hauptbezugsperson. Kuscheltiere bekommen menschähnliche Funktionen im Rahmen der magischen Phase. Sie können solche Aufgaben übernehmen, wie sie Ihr Sohn seinem Tier andichtet. Auf diese Weise können sie Aufgaben übernehmen, die eigentlich sonst die Eltern oder andere Bezugspersonen übernehmen würden. Den Kindern bereitet das Lust. Das Sprechen in der 3. Person von sich selbst kann sich weit ins 3. Lebensjahr hineinziehen. Denn das Verstehen der Personalpronomina ist für das Kleinkind generell schwierig. Aber je weiter die Sprachentwicklung allgemein ist, desto schneller entstehen auch "ich" und "du" und "wir" und "ihr" usw. Was die Abstimmung der Erziehungsvorstellungen zwischen Eltern und ErzieherInnen angeht, spricht man in der frühkindlichen Pädagogik von der Erziehungspartnerschaft, die zwischen den Beteiligten entstehen soll. Ob dann von der ErzieherInnen dann auch so gehandelt wird, lässt sich nicht immer herausbekommen. Aber ohne das nötige Vertrauen geht eine Delegation von Erziehung ohnehin nicht. Viele Grüße
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