Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Schaden die noch häufigen Milchmahlzeiten meinen Sohn?

Frage: Schaden die noch häufigen Milchmahlzeiten meinen Sohn?

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Sehr geehrter Hr.Dr.Posth,obwohl ich im Suchlauf alle Beiträge zum Thema Essen gelesen habe,habe ich noch Fragen.Mein Sohn,fast 13 Mo.,war noch nie ein guter Esser.Ab 5,5 Mo bot ich ihm ohne Zwang Beikost an.Erst Brei,dann Familienkost.Es gibt Phasen,da isst er für seine Verhältnisse gut,dann wieder Phasen,in denen er von einem Tag auf den anderen trotz Ablenkung jede feste Nahrung verweigert.Momentan mag er selbst Dinge nicht mehr,die er bis jetzt gerne aß, knabbert nur bisserl Breze.Also stille ich ihn noch mit unterschiedl.Häufigkeit (nächtl.BE wohl wegen mangelnder Sättigung tagsüber nicht erfolgreich). Meine Fragen: 1.Schaden ihm die häufigen Milchmahlzeiten?(Sein Gewicht liegt bei 10 kg,hat regelm.Stuhlgang) 2.Ist sein "schwankendes Interesse" an fester Nahrung normal? 3.Sollte ich ihn abstillen,damit er konstanter und größere Mengen an fester Nahrung isst? Herzlichen Dank im Voraus! Elisabeth


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Elisabeth, gerade um den 1. Geburtstag herum hat man bei den Kindern solche Schwankungen im Essverhalten. In den allermeisten Fällen hat das etwas mit Zahnungsvorgängen zu tun. die Natur hat es vorgesehen, dass bei Zahndurchbrüchen im Kindesalter aber auch später bei Zahnproblemen das Appetitzentrum (im Hypothalamus) gedrosselt wird. Den genauen Mechanismus kennt man zwar noch nicht, aber die Erfahrung bestätigt die Richtigkeit dieser Vermutung. In dieser Zeit springen die Kinder auf die Ernährungsweise zurück, die vorher stattgefunden hat. Bei Einjährigen ist es das Trinken von MIlch, ob gestillt oder Flasche. Entscheidend ist, dass die Nahrung flüssig ist. Später ist es dann der Brei, der den Kindern über solche Schwierigkeiten im Mundraum hinweg hilft. Dabei nehmen sie kaum Gewicht ab und erhalten alle Nährstoffe, die sie brauchen. Der Appetit kommt ganz von selbst zurück, wenn man das Kind gewähren lässt. Überhaupt gibt es im KIndesalter immer wieder diese Schwankungen, was bevorzugte Nahrung anbelangt oder abgelehnte. Am besten macht man sich zum Grundsatz, dass ein Kind zwei möglichst vollwertige Nahrungsmittel zu sich nehmen muss, und der Rest drumherum gestaltet wird nach Geschmackslage. die Konsistenz der Nahrung ist im Prinzip egal, trotzdem sollte auch immer etwas angeboten werden, das ein Kauen verlangt. Dann kann sich das Kind ungestört entwickeln und nimmt auch immer altersgerecht zu. Viele Grüße


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