Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Rückfrage zu ID 47913

Frage: Rückfrage zu ID 47913

Anika123

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diesen Konflikt kann ich ja leider nicht vermeiden.Können Sie mir einen ungefähren Anhaltspunkt sagen,wie oft LL-Vorbild/pro Woche für Tochter da sein sollte? Mir ist in letzter Zeit auch folgendes Verhalten gegenüber meiner Freundin aufgefallen. Wenn wir dies treffen,soll meine Freundin meiner Tocher die Hand geben, jacke und Schuhe ausziehen, am Schoß nehmen, Essen geben usw. Ich darf das dann alles nicht tun, sondern meine Freundin soll es machen. Wir sehen diese allerdings nicht so oft, ca. alle 2 Wochen. ist das gutes LL-Zeichen?oder was anderes? dAnke und liebe Grüsse


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das Bedürfnis eines Kindes nach Loslösung ist ebenso stark wie das nach Bindung. Steht der Vater aus was für Gründen auch immer nicht ausreichend als Loslösungsvorbild zur Verfügung, sucht sich das Kind ein anderes LL-Vorbild. Das kann nicht die gleiche Qualität haben wie der leibliche Vater. Aber es hilft dem Kind aus seiner dauerhaften "Einzwängung" in die Bindung ein wenig heraus zukommen. Großmütter wie -väter, Tanten oder Onkels können diese Aufgabe übernehemn, aber auch eine nette Bekannte. Nur sind sich diese Personen ihrer Aufgabe, die sie für das Kind "übernehmen" nicht bewusst und deswegen auch nicht zuverlässig. Es ist also vom Kind her gesehen nur ein Notbehelf. Über die Quantität des Vaterkontaktes zu seinem Kind, um die Loslösung zu gewärhleisten, gibt es keine Untersuchungen. Es gilt aber grundsätzlich: je weniger Quantität vorhanden ist, desto mehr Qualität muss sein und umgekehrt. Viele Grüße


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