Sarina78
d.h.das hier ein Zusammenbleiben für Kind besser ist,auch wenn sich Mann nicht ändert,da ja alle Beratungen (auch Kinderpsychologe)abgelehnt werden.Was ist das Traumatische an einer Scheidung u.welche Auswirkungen hat diese fürs Leben? Habe oft Eindruck,Kind wäre erleichtert bei Trennung,da sie ausgeglichener ist,wenn d.Papa nicht da ist.Sie frägt nie nach ihn,freut sich nicht wenn er heimkommt,geht mit ihm nicht weiter wie in den Garten.Ich kann mögliche Nachteile erkennen wie Psychosom.Beschwerden durch ständige angespannte Situation,Angst vorm nächsten Wutausbruch,gestörtes Frauen-u.Männderbild,Vertrauensverlust,kein Erlernen wie man Konflikte löst,Angst vor Konflikten,spätere Beziehungsstörungen usw.Aber wo liegen denn für die Tochter d.Vorteile beim Zusammenbleiben?dann noch dass sich Kinder für den Streit verantwortlich fühlen,das muss ja riesen Belastung sein,kann man da überhaupt erklären, dass Papas Verhalten nicht als Ablehnung gemeint ist? Vielen Dank nochmals für Ihren Rat
Hallo, das umfangreiche Kapitel über Scheidungskinder kann ich hier nur streifen. Grundsätzlich ist es so, dass ein Kind seine beiden Eltern in seiner Selbstvorstellung verinnerlicht. Das heißt genau genommen, ein Kind braucht menschliche Vorbilder um selbst Mensch zu werden. Existieren solche Vorbilder nicht, gibt es nur zwei Möglichkeiten für seine Entwicklung. Erstens, es findet andere Wesen, die sein Selbst aufbauen helfen, z.B. Tiere. Sie kennen die Geschichten von den "Wolfskindern". Zweitens. sie "verwildern" und versterben eines Tages in völlig asozialen Verhältnissen. Ich nenne diese beiden grausamen Spielarten in der Entwicklung des Menschen, um Ihnen zu sagen, was Verinnerlichung eines menschlichen Vorbildes bedeutet und wie entscheidend wichtig dieses Geschehen für das Kind ist. In der intakten Ehe sind genau zwei solche Vorbilder für das Kind gegeben, Mutter und Vater. Sie beiden repräsentieren die zwei wichtigen Ankerpunkte in der psychosozialen Entwicklung, Bindung und Loslösung. Beide Daseinsaspekte gehen ein in das reife menschliche Selbst. Wenn einer dieser zwei Personen aus dem Leben des Kindes ausscheidet, hat es ein Problem. Jetzt gibt es hier auch zwei Möglichkeiten. Entweder findet das Kind einen Ersatz für den ausscheidenden Elternteil oder es lebt mit einem gewissen Defizit und gerät in ein mehr oder weniger konflikthafte Beziehung mit dem verbleibenden Elternteil. Denn ein Elternteil kann nicht gleichzeitig Bindungsrepräsentanz und Loslösungsvorbild sein. Alles daraus sich Ergebende ist dann eine Frage der Psychologie und des u U. auch therapeutischen Umgangs mit den möglichen Problemen. Das heißt nicht, dass jedes Scheidungskind eine psychischen Störung entwickelt, aber es lebt mit einem erhöhten Risiko weiter. Viele Grüße
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