Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

"Manifestation" der Angst?

Frage: "Manifestation" der Angst?

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Guten Tag Dr. Posth, mein Sohn (37 Monate) geht gerne in den KiGa. Trotz allem wacht er seitdem öfter nachts auf und will zu uns. Klar darf er dann bei uns im Bett schlafen. Trotz allem ist er recht ängstlich, was sich aber allmählich bessert. Ist es vielleicht das "Entdecken" der Angst, das ihn ängstigt? Einfach, dieses Gefühl zu haben? Vor ein paar Tagen nämlich haben wir im Bett nachmittags gelesen, und er sagt plötzlich: "ich hab angst, da ist ein Mann an der Heizung!" - und kurz darauf: "Jetzt ist er wieder weg, nachher ist er wieder da, dann hab ich wieder angst!" Er hat sich während der Angstphase nicht aus dem Bett getraut. Ich fand das "etwas" unheimlich, da an der Heizung kein Schatten oder ähnliches ist, das ihm einen "Mann" suggerieren könnte. Ist das eine "Manifestation" seiner Angst? Ich weiß keinen besseren Ausdruck. Mit seinen Ängsten gehe ich locker um, erkläre ihm u. versuche ihm Stärke zu geben und Mut zu machen. LG Antje


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Antje, es ist die Kraft der Phantasie, die Ihrem Sohn solche Ideen in den Kopf setzt. Das ist für diese Altersphase nichts Ungewöhnliches. Auffallend ist nur, daß jetzt überhaupt solche Ängste aufkommen. Aber es ist nicht die Entdeckung der Angst, die kennen die Kinder von Säuglingsbeinen an. Allenfalls ist es die Fähigkeit zur Benennung der Angst mit einem allgemein verständlichen Begriff. Kinder kommen jetzt in das Alter, Ihre Gefühle beschreiben und bennenn zu können. Solange diese jetzt benannten Ängste keine einschränkenden Auswirkungen auf seine Entwicklung haben, ist es richtig für Eltern, so damit umzugehen, als hätten sie selbst die Macht, die in der Angst ausgesprochene Bedrohung aus der Welt zu schaffen. So sollten auch Sie erst einmal weiter vorgehen. Viele Grüße


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