Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Loslösung

Frage: Loslösung

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Sehr geehrter Herr Posth, mein Sohn ist jetzt fast 14 Monate und kommt so langsam in das Alter der Loslösung. Leider ist mein Mann beruflich stark eingebunden. Er kommt immer erst gegen 17.30 Uhr heim, sehr oft kommt er aber auch erst, wenn der Kleine schon im Bett liegt. Auch muss er immer wieder über eine ganze Woche fort. In wie weit beeinflusst dies den Loslösungsprozess? Wie kann ich meinen Sohn unterstützen bzw. wie sollte sich mein Mann verhalten/was sollte er tun, um dennoch einen Erfolg der Loslösung zu garantieren? Und ein anderes Thema: Wieviel sollte mein Sohn in seinem Alter sprechen? Er sagt Mama, Papa, Gagag (zu allen Tieren), Mammamm (Essen), Wager (Wasser/Durst). Viele Grüße und danke für Ihre Antwort Simone


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Simone, was Ihrem Mann an Quantität, in diesem Fall Zeit, in der Beziehung zu seinem Sohn fehlt, muss er durch Qualität, gemeint ist Intensität, auszugleichen versuchen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Natürlich kann man versuchen, ein anderes Loslösungvorbild einem wenig verfügbaren Vater an die Seite zu stellen, am besten jemanden aus der Familie. Aber der beste für diese Rolle ist immer der Vater selbst, denn wie bei der primären Bindung geht auch bei der Loslösung die Bezugsperson mit ihrem "Bild" in das Gedächtnis des Kindes ein. Eltern werden also Abbild in den Köpfen ihrer Kinder und das bleibt lebenslang. Das ist eine Frage der Identität. ein völlig fremde Identität stört auf Dauer die Eltern-Kind-Beziehung. Was die Sprache angeht, so brauchen Sie sich erst einmal keine Sorge zu machen. Viele Grüße


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