Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/mebboard.php3?step=3&range=20&action=showMessage&message_id=32482&forum=155 Hiermit möchte ich Ihre Rückfrage beantworten.Es ist schon so,dass ich die primäre Bezugsperson bin.Nur ist es eben so,dass mein Mann seit der Geburt sich in seiner Freizeit schon sehr intensiv um unsere Tochter gekümmert hat,und zwar nicht nur wenns ums spielen ging,sondern eben auch Pflege,etc.Während der Losl. soll der Papa sich ja intensiv um das Kind bemühen,bei uns geht aber kaum noch mehr als das was er eh schon macht.Er übernimmt zum Bsp. morgens das Wickeln/Anz.,abends spielen,füttern,und ins Bett bringen(abwechselnd mit mir),am WE Spaziergänge und hin und wieder Besuche bei Oma und Opa (ohne mich).Deshalb meine Frage ob m. Mann überhaupt Loslösungsvorbild sein kann? Und ist es normal dass m.T. sich nicht mehr trösten lassen möchte wenn sie weint weil sie sich geärgert hat?Nur noch wenn sie sich weh getan hat. Vielen Dank J.
Hallo, bei solcher annähernder Gleichgewichtung beider Eltern in der Bindung legt, so stellt man aich das vor, das Kind aktiv fest, wer von den Eltern welche Rolle spielen soll. Allerdings weiß man in der Forschung über solche Modelle noch nicht so viel, als dass man schon allgemeingültige Aussagen treffen könnte. Gute Untersuchungen zu den Bindungspräferenzen und Bindungshierarchien von Säuglingen und Kleinkinder hat das Ehepaar K. und K.Grossmann von der Universität Regensburg zur Bindungsforschung beigetragen. Wahrscheinlich wird also Ihre Tochter in vielen kleinen Aktionen signalisieren, wer von Ihnen beiden für was zuständig ist. Möglicherweise ist es schwer herauszulesen, wer dabei überwiegend Bindungsreräsentanz bekommen hat und wer Loslösungsrepräsentanz. Aber für Ihr familiäres Zusammenleben ist das solange unerheblich, solange ihre Tochter sich normal weiter entwickelt. Dass sie jetzt bestimmt, nur noch beim Wehtun getröstet werden zu wollen, entspricht ihrem Entwicklungsstand (beg. Autonomie). Viele Grüße
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