Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, Loslösung von Philipp, 2,5 J. gerät immer wieder ins stocken.Mal gibt es Phasen, da ist der Papa enorm wichtig und dann möchte er wieder tagelang nichts mit ihm „zu tun haben“.(Wir haben auch schon überlegt, ob was vorgefallen sein könnte, dem ist aber nicht so, Probleme meist nach dem Wochenende, also wenn der Papa wieder zur Arbeit geht).Papa bemüht sich sehr um ihn, bietet sich immer wieder an. Lukas, 1 J. hängt momentan sehr an mir, kann es auch damit zu tun haben? Wenn Philipp z.B. merkt, dass Lukas zu mir möchte, versucht er mit allen Mitteln, schneller zu sein und ihn weg zu schicken. Geschwisterrivaität im Rahmen,Philipp versucht halt deutlich seine Überlegenheit zu zeigen. Wir unternehmen Ausflüge z.B. in den Zoo oder Spielplatz eigentlich immer zusammen als Familie. Wäre es denn sinnvoll, mehr getrennt zu unternehmen, d.h. Philipp mit dem Papa alleine? Wenn die Loslösung so spät noch nicht erfolgt ist,kann sie noch gelingen? Tina
Liebe Tina, die Loslösung kann natürlich auch noch etwas später gelingen, wobei 2 1/2 Jahre noch nicht wirklich später ist. Das Problem bei der späteren Loslösung ist die Phase bis dahin, die dann mit den Anzeichen der erschwerten Loslösung abläuft. Die Geschwisterrivalität spielt in diesem Zusammenhang sicher ein weitaus größere Rolle, als einem das manchmal bewußt ist. Wenn die Kinder größer sind, erzählen sie manchmal von ihren Gefühlen, die sie damals gehabt haben. Gerade wenn das jüngere Geschwisterkind etwa 1 Jahr ist und "raumgreifend" wird, gerade dann eskaliert die Situation zu Hause gerne. Insofern wäre es sehr begrüßenswert, wenn der Vater mit dem Älteren dann auch einmal etwas alleine unternimmt. Man muß nicht immer alles im Familienverband tun. Gerade die Einzelaktionen stärken noch einmal die notwendigen Beziehungsstrukturen. Viele Grüße
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