Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Post, Ihre Texte zum Thema habe ich gelesen, habe eine Frage zur prakt. Umsetzung (hatte selbst schwier. Kindheit u. Probleme, möchte es bei eigenem richtiger machen): Unser Sohn ist 14 Mon., habe ihn im 1.LJ intensiv betreut u. seit einiger Zeit spielt er gerne mit Papa. Letzte Woche hatte er Urlaub, da wollte unser Sohn fast nur zu ihm, wenn wir beide da waren, er wollte dann nur ab und zu zu mir, z.b. zum schmusen, essen/trinken oder kurz mal schauen. Wenn Papa weg war, dann war der Kleine auch wieder gerne bei mir. Ich denke das ist sichere Bindung zu mir, wo die Loslösung zum Papa hin eingesetzt hat. Ist das richtig? Verhalte ich mich richtig dabei, wenn ich mich dann etwas zurück ziehe, wenn Papa und Sohn sich miteinander beschäftigen, z.B. den Raum wechseln, auch mal kurz weg gehen? Oder soll ich es anders machen? Er sagt zum Papa nun auch Mama, bedeutet das, Bindung wird ihm immer wichtiger oder was anderes? Danke für Ihr tolles Forum und Ihre Arbeit! VG Cris
Liebe Cris, die Ansprache Mama ist manchmal nur der Begriff für "Bezugsperson", vor allem dann, wenn die Sprachentwicklung noch nicht so weit ist. Dabei kann es passieren, daß auch der Vater einmal mit "Mama" bezeichnet wird, oder wenn das Kind zuerst "Papa" auch damit die Mutter. Gerade in der Antwort auf die vorangegangene Frage habe ich die Zusammenhänge der Bindung und Loslösung noch einmal zusammengefaßt. Die Antwort trifft auch auf Sie zu, und ich möchte Sie bitten, dort einmal nachzulesen. Sie können sich gerne ein wenig zurückziehen, wenn Ihr Sohn mit seinem Vater spielt. Das kann nur die Orientierung beim Kind erleichtern. Viele Grüße
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