Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, ich habe zwei Fragen an Sie: 1. Unser Sohn ist jetzt 13 Monate alt u wurde bisher nur von mir u meinem Mann betreut. Wenn ich Ihre Texte richtig verstanden habe, ist es jetzt an der Zeit mit der Loslösung zu beginnen. Da mein Mann beruflich viel unterwegs ist, möchte ich gerne wissen, ob die Loslösung auch noch andere Personen z.B. die Oma übernehmen können.Ich könnte sie mal mit ihm spazieren schicken oder mal für eine gewisse Zeit allein lassen (natürlich vorausgesetzt, daß es für meinen Sohn ok ist).Was halten Sie davon?Oder sollte für die Loslösung nur EINE Person zuständig sein? 2. Ab welchem Alter kann ich meinen Sohn auch mal kurz "warten" lassen?Ich nehme ihn eigentlich immer sofort auf den Arm wenn er quengelt und beschäftige mich mit ihm.Kann ich ihm jetzt schon "sagen", daß er sich mal kurz (vielleicht 2 Minuten) gedulden soll, wenn ich gerade beschäftigt bin? Danke schon jetzt für Ihre Antwort und ein GROSSES KOMPLIMENT FÜR IHRE ARBEIT!
Hallo, der Vater ist nur im Idealfall das Vorbild für die Loslösung, so wie auch die Mutter nur im Idealfall die primäre Bezugsperson ist. Letzterer Idealfall ist der gewöhnliche Fall, aber ersterer leider nicht. Aber die Anpassungsfähigkeit des Kindes erlaubt es, daß auch eine andere zuverlässige und einfühlsame Person Loslösungsvorbild sein kann. Sehr häufig handelt es sich dabei um die Großeltern, besonders die Großmutter. Manchmal sind es auch sehr viel ältere Geschwister oder Verwandte. Entscheidend wichtig ist aber die beständige Verfügbarkeit dieser Personen, denn sie tragen eine hohe Verantwortung. Mit dem Warten-lassen von jungen Kleinkindern ist es noch schwierig, aber 2-3 Minuten kann man schon rechnen. Die Wartezeit läßt sich durch geschickte Ablenkung aber auch noch verlängern. Viele Grüße
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