Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, mein Sohn ist fünf Jahre alt und immer noch sehr stark auf mich fixiert. Unser Sohn geht bis 12 Uhr in den Kindergarten. Dann verbringe ich mit ihm den Nachmittag bzw. er geht in die Musikstunde und zum Sport. Er hat auch einen Kindergartenfreund. Die beiden haben im Kindergarten keine sonstigen nennenswerten Freundschaften. Bei dem Freund bleibt er nachmittags zum Spielen und geht dorthin auch gelegentlich direkt vom Kindergarten mit und bleibt dann ohne Probleme in der Familie, bis ich ihn abends abhole. Wenn ich bzw. mein Mann und ich jedoch abends mal ausgehen möchte(n) (was ohnehin äußerst selten vorkommt), macht er in letzter Zeit ein riesiges Theater, weint schon Tage vorher, sagt er sei traurig, weil ich weggehe. Das hat schon mal besser geklappt. Diese dauernd verlangte Verfügbarkeit seitens meines Sohnes zerrt an meinen Nerven. Er hat in seinen 5 Jahren so viel Liebe und Aufmerksamkeit bekommen und trozdem scheint es niegenug zu sein.
Hallo, die Wahrnehmung von Beziehungsstrukturen ist bei jedem Menschen sehr unterschiedlich und bei Kindern noch einmal ganz anders als bei uns Erwachsenen. Es ist mutig zu sagen, mein Kind hat doch soviel von uns bekommen, warum gibt er sich jetzt nicht zufrieden. Was ich aber hautpsächlich in Ihrem Schreiben vermisse, ist die Angabe über den "Babysitter". Ihr Sohn wird doch wohl nicht alleine zu Hause bleiben, wenn Sie mit Ihrem Mann ausgehen! Besprechen Sie doch einmal mit ihm, ob er seinen Babysitter nicht attraktiv genug findet, und wen er sich denn wünschte, daß er zu ihm kommt, damit er Sie im Gegenzug ohne Bedauern weggehen läßt. Viele Grüße
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