Mitglied inaktiv
Ich habe eine Frage zur Loslösung unseres 18-monatigen Sohns. Ist es für eine erfolgreiche Loslösung nötig, dass der Vater auch außerhalb von zu Hause mit dem Kind etwas unternimmt? Mein Freund kümmert sich sehr liebevoll um ihn, allerdings macht er alleine keine Aktivitäten außer Haus mit, höchstens Einkäufe. Mein Freund kommt aus Spanien, ist selber sehr schüchtern, hat keine sozialen Kontakte außer zu mir und meiner Familie und bei grosser Überredung zu meinen Freunden. Er ist selber am liebsten zu Hause Wir ziehen häufig zwischen Spanien und Deutschland um, aber auch dort ist die Situation nicht wesentlich anders. Wir sind beide mit unserem Sohn zu Hause und arbeitslos. Ich gehe mit unserem Sohn zu diversen Krabbelgruppen, Freunde besuchen, etc. Ich stille ihn noch, er ist ein sehr ängstliches Kind, das von sich aus auf nichts Neues zu geht, und auch ich bin eine sehr zurückhaltende Person. Wie können wir unserem Sohn helfen?
Stichwort: Loslösung Hallo, für die Loslösung spielt es sicher keine Rolle, "wo" sie stattfindet. Das Entscheidende ist, daß es ein andere Person ist, mit der sich das Kind identifizieren kann, zu der es Vertrauen hat und die sich liebevoll um es kümmert. Der innere Weg ist ja eigentlich auch gar nicht von einer Person zur anderen, sondern letztlich immer nur der zu sich selbst. Die Mutter als Bindungsperson braucht zur Selbstfindung des Menschen ein Pendant in Gestalt des Loslösungsvorbild. Beide zusammen gehen dann ein als große Leitbilder in die Gestaltung des Selbst. Was aber wichtig ist, ist die Tatsache, daß das Kind ab 2 unbedingt Kontakt zur altergleichen Gruppe braucht, um dieses entstehende Selbst sozial auszurichten. Daher sollten Sie sich um solche Kontakte bemühen, auch wenn Sie selbst nicht unbedingt dazu tendieren. Viele Grüße
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