Linde7
Sehr geehrter Herr Dr. Posth! Ich habe eine Tochter, 4 Jahre alt (Einzelkind, "forumsgerecht" erzogen, sehr sensibel, sehr stark gefremdelt), die, wie ich finde, relativ wenig Kontakt zu anderen Kindern sucht, mit ihrer Situation selbst aber sehr zufrieden ist. Morgens geht sie 4 bis 5 Stunden in den Kindergarten. Allerdings freut sie sich auch sehr auf das Wochenende, wenn sie nicht dorthin muss. Nachmittags spielt sie zu Hause, ist dabei sehr ausgeglichen und zufrieden und ich bemerke sie oft gar nicht. Ich habe ihr schon oft angeboten, dass sie Kinder aus dem Kiga einladen darf, aber sie hat gar nicht das Bedürfnis. Sollte ich mehr Kontakt forcieren?
Hallo, das ist, ohne das Kind richtig zu kennen, schwer zu beurteilen. Man kann sagen, wenn ein Kind mit sich allein und den selbstinitiierten Spielinhalten zufrieden ist, wofür soll man andere Kinder hinzuholen, die dann vielleicht doch nur stören. Andererseits brauchen Kinder Kontakt zu anderen Kindern um sich selbst besser kennenzulernen und um sich in der Konkurrenz und im Wettbewerb zu beweisen. Die Gruppe ist also jetzt wichtig für jedes Kindes (frühestens ab 2-3 Jahre) und Voraussetzung für die Fortsetzung der begonnen Sozialentwicklung. Insofern macht es Sinn, die Wochentage ein bisschen aufzuteilen in solche, in denen ein Kind seinen Neigungen nachgehen kann und solche, in dem gemeinschaftliches Spiel angesagt ist. die 4-5 Stunde Ki-ga am Vormittag sind natürlich schon ein guter Einstieg. Viele Grüße
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