AndreaOtt
Lieber Dr. Posth, mich beschäftigt das Verhalten meines 3 Jährigen Sohnes. Er geht jetzt seit Anfang Januar in eine betreute Spielgruppe, in der 8 andere, ähnlich alte (meist jedoch jünger) Kinder sind. Er geht von Anfang an sehr gerne, zweimal war ich mit, seitdem alleine. Anfangs haben mir die Betreuer erzählt, dass er mitsingt und redet. Zwischenzeitlich hat er dann gar nicht geredet und mitgemacht. Ich habe dann mit ihm darüber gesprochen (er sagt, er schämt sich) und ihm gut zugeredet. Seitdem redet er - mal mehr mal weniger. Immer sehr leise und kaum auf Nachfrage, sondern eher von sich aus. Auch zieht er sich oft vor den anderen Kindern zurück. Er wäre wohl gut angenommen und die Kinder gehen auf ihn zu. Aber wenn es ihm zu viel wird, geht er alleine in einen anderen Raum um zu spielen. Er sagt, er mag die anderen nicht..Seine sonstigen Spielfreunde mag er und spielt gerne mit ihnen, redet inzwischen auch. Kann man schon jetzt sagen, er ist eher ein Einzelgänger? Danke!
Hallo, nein, das kann man sicherlich nicht. Das, was Ihr Sohn in seinem Verhalten zum Ausdruck bringt, ist seine Problematik mit der Rollenfindung in der Gruppe. Die Erzieherinnen in der Einrichtung sehen offenbar nicht, wie schwer Ihr Sohn sich damit tut und binden ihn nicht geschickt mit ein. Wahrscheinlich hat er auch nocnh keine Bezugsperzieherin gefunden. Also bleibt ihm gar nichts anderes übrig als sich zu absentieren und alleine vor sich hin zu spielen. Das aber empfindet er selbst als zurückweisung und Beschämung und regiert mit Zorn und Ablehnung, was die anderen Kindern angeht. Sprechen Sie mit den Erzieherinnen darüber und bitten Sie darum, dass Ihr Sohn intensiver betreut wird und eine Bezugserzieherin erhält. Viele Grüße
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