Tali1818
Hallo Herr Dr. Posth, ich hatte Ihnen letzte Woche schon geschrieben wg. meiner Depression und der Sorge, dass die Bindung zu meiner Tochter (10 Mon.) darunter leidet. Es ist jetzt schon 2 mal nachts vorgekommen, dass sie sich von meinem Mann hat beruhigen lassen, aber nicht von mir. Sie schreit momentan nachts öfter als sonst. Ich denke es ist meist im Schlaf, wohl ein Alptraum. Gestern hat sie sich nach 2 min. rumtragen durch mich nicht beruhigt. Sie hat sich richtig reingesteigert. Erst als mein Mann sie dann nahm, wurde sie wieder ruhiger. Das ist doch nicht normal, oder? Und ist es altersentsprechend, dass sie in der ersten Hälfte der Nacht so viele Alpträume hat? MIr ist noch aufgefallen, dass sie sich plötzlich generell einfacher mit anderen Menschen tut. Ich hatte immer bedenken sie tagsüber 2-3 Stunden bei meiner Schwiegermutter zu lassen, aber jetzt scheint sie sich plötzlich wohlzufühlen + lächelt gerade etwas wenn ich zurück bin. Ich mache mir Sorgen. Schöne Grüße
Hallo, die Hinwendung Ihrer Tochter zum Vater und jetzt auch zu anderen Menschen wie den Großeltern gehört zum Beginn der Loslösung. Also diese Entwicklung sollten Sie sogar begrüßen. Sie dürfen das Verhalten nicht als gegen sich selbst gerichtet werten. Jedes Kind muss sich aus der primären Bindung loslösen, um eine neue Bindung zum Vater aufzunehmen und Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen. Albträume haben ältere Säuglinge eigentlich noch gar nicht. Es gibt Angsterscheinungen in der Nacht, die als Nachtschreck in Erscheinung treten (s. im gezielten Suchlauf unter Pavor nocturnus). Aber da werden die Kinder nicht richtig wach, und man lässt sich am besten in ihren Bettchen und wartet geduldig ab, bis sie sich beruhigen. Nimmt man sie auf den Arm, wehren sie fast immer ab. Aber wie gesagt, mann sollte gar nicht versuchen sie wachzumachen. Diese gutartige Schlafstörung geht am besten von selbst vorüber. Viele Grüße
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