mia_sara
Hallo Herr Dr. Posth, danke für Ihre Antwort bezüglich der Kiga-Schwierigkeiten nach einem Krankenhausaufenthalt. Inzwischen geht unser Sohn wieder gern in den Kiga, Bindung zum Papa ist auch wieder enger. Nun ist mir aufgefallen, dass seine Lust auf den Kiga sehr steht und fällt mit einer der Erzieherinnen. Genau diese war nach dem Krankenhausaufenthalt öfter nicht da (v.a. morgens zur Begrüßung), ich denke, dass die Probleme z.T. auch daher kamen. Ist es "üblich", dass sich Kinder in dem Alter (3) stärker an eine Erzieherin binden als an andere Kinder? Und gibt sich das mit der Zeit? Es ist zwar noch hin, aber nächstes Jahr im Sept. wird er in eine andere Gruppe wechseln (z.Zt. "Kleinkindgruppe") mit neuen Erzieherinnen, er ist dann knapp 4. Ist zu erwarten, dass sich bis dahin Freundschaften entwickelt haben oder könnte es wiederum Probleme mit der Trennung von seiner "Lieblingserzieherin" geben? Vielen Dank und schöne Grüße mia
Liebe Mia, es ist sogar normal und für das Gelingen der frühen Fremdbetreuung wichtig, dass sich Kleinkinder eine Erzieherin als Ersatzbezugsperson aussuchen. In der Frühpädagogik nennt man sie die Bezugserzieherin. Die kleinen Kinder brauchen einfach gesprochen noch einen Mutterersatz. Sie sind eben noch nicht richtig reif für die Gruppe. Die Bzugserzieherin verschafft den Kinder die nötige "sichere Basis". Verständlich, dass sie dann große Schweirigkeiten im Ki-ga haben, wenn die Bezugserzieherin einmal nicht da ist. Aber bis zum 4. Lebensjahr vollzieht sich wieder ein Reifungsschritt, der jetzt zunehmend altergleiche Kinder im Sinne von ersten Freunden die Wichtigkeit der Bezugserzieherin verringert. Zunehmend gehen die Kinder jetzt gerne wegen der Freunde in den Ki-ga. viele Grüße
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