Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Ihre Sichtweise zum Einschlafstillen?

Frage: Ihre Sichtweise zum Einschlafstillen?

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, Unser Sohn ist 6 ½ Monate, ein ausgeglichenes und fröhliches Kerlchen, entwickelt sich normal, er wird fast voll gestillt (bis auf Mittagsbrei-Versuche) – auch zum Einschlafen am Tag und in der Nacht. Ich bin mit dem Einschlafstillen etwas zwiegespalten, zum Einen möchte ich ihm und mir das friedliche Einschlafen nicht nehmen (ohne Stillen gibt es mächtiges Geschrei und viele Tränen, es belastet mich) – auf der anderen Seite hab ich große Sorge, dass ihm, wenn ich den „richtigen“ Alterszeitpunkt verpasse, ihm das Einschlafen noch schwerer fällt und er ohne mich gar nicht kann. Wie ist Ihre Sichtweise zum Einschlafstillen? Wie kann ich auf Dauer ihm das Einschlafen ohne Stillen erleichtern/beibringen? Ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das Stillen in der Einschlafphase ist oder wird zu einem Bestandteil des Einschlafrituals. Aus diesem Grund ist es völlig unschädlich, sofern man überhaupt in diesen Kategorien denkt. Die Gewöhnung hierbei ist eine Gewöhnung zum Guten und Nützlichen wie auch das Herumtragen oder das gemeinsame Schmusen. Das heißt, das Einschlafstillen kann man auch beibehalten, wenn sonst keine Stillmahlzeit mehr gegeben wird. Im 2. Lebensjahr hören eigentlich alle Kinder von allein auf, beim Einschlafen noch an die Brust zu wollen. Andere Rituale übernehmen jetzt das Nuckeln an der Brust. Was Sie schon intuitiv empfinden, entspricht der Richtigkeit. Viele Grüße


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