Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Gelingende Loslösung?

Frage: Gelingende Loslösung?

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, unser Sohn Luis, 2 Jahre 4 Monate(nicht schreien gelassen, Familienbett usw., Bindung zur Mutter gut, sehr sensibel) zeigt kein eindeutiges Verhalten bzgl. der Loslösung. Ich(der Vater) darf zwar immer mehr Aufgaben übernehmen,er fragt jetzt auch öfter nach mir wenn ich nicht da bin, aber kein Loslösungstypisches "nicht die Mama"-Verhalten. Ins Bett bringen darf z.B. nur seine Mutter. Wenn ich mit ihm alleine bin klappt jedoch alles reibungslos und ich kann ihn auch ins Bett bringen. Ich bin oft für ihn verfügbar und wir spielen auch viel. Ich bemühe mich auch sehr. Wir sind uns nun unsicher ob Luis auf einem guten Weg ist bzgl. der Loslösung. Denn wenn seine Oma da ist(die er auch sehr oft sieht) zieht er sie uns beiden vor. Er möchte sie auch oft besuchen(wohnt im selben Haus). Viele Grüße


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, die Loslösung zeigt sich in der Zunahme an Selbstständigkeit. Und eine solche Zunahme ist es auch, wenn Sie als der Vater Ihren Sohn komplett versorgen können inkluive der Königsdisziplin ins Bett bringen, wenn Ihre Frau nicht da ist. Ist Ihre Frau aber verfügbar, schnappt noch die Rückbindungstendenz zu, die Ihre Frau offensichtlich ausübt. Das werden subtile Mechanismen sein, die Ihre Frau auf Ihren Sohn ausübt, und die sind ihr wahrscheinlich gar nicht bewusst. Vielleicht sind Sie, auch gerade was das Zubettbringen angeht, nicht geduldig genug und das spürt Ihr Sohn. Aber ich kann Sie beruhigen, dieses Verhalten im Kleinkindalter ist häufig so, und schließlich waren die Kinder dann doch gut loslgelöst und konnten Sich dann mit wirklich fremden Menschen auseinandersetzen und in außerhäusiger Umgebung gut bewegen. Haben Sie einfach Geduld und überzeugen Sie Ihren Sohn von Ihrer Zuverlässigkeit. Viele Grüße


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