Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Geht nächtliches Abstillen einher mit Hunger?

Frage: Geht nächtliches Abstillen einher mit Hunger?

Maikita

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Mein Sohn ist jetzt 10 Monate alt. Bis zum 6. LM habe ich ihn voll gestillt. Inzwischen stille ich ihn nur noch zum Einschlafen – auch mittags. Nachts wacht er ca alle 2 Std auf u trinkt an meiner Brust. (Einen Schnuller hat er bisher nicht akzeptiert.) Er scheint wirkl zu trinken, denn morgens ist die Windel immer sehr voll. Eigentl möchte ich allmählich vollständig abstillen. Ich habe jedoch den Eindruck, dass er nachts den Großteil der Kalorien zu sich nimmt. Tagsüber isst er näml relativ wenig. Und mit ca 10 kg ist er ja nun wirkl kein Leichtgewicht. Nun schreiben Sie aber, dass die Babys sich tagsüber satt essen müssen, damit sie den Großteil der Nacht ohne Nahrung gut verbringen können. Und dass der Stoffwechsel 2-3 Nächte braucht, um sich umzustellen. Muss ich in Kauf nehmen, dass mein Sohn nachts zunächst hungrig ist, damit er tagsüber mehr isst und nachts dann hoffentl satt(er) ist? Und schadet es der (kognitiven) Entwickl eines Kindes, wenn es nachts so häufig aufwacht?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das Programm für den Säugling, am Tag mehr zu essen und vor allem abends ausreichend sättigende Nahrung z.B. durch Brei beinhaltet die Gewähr, dass er nachts keinen großen Hunger mehr hat. Weiter ausschließlich gestillt, sorgen hingegen das Kohlenhydrat-Angebot durch Milchzucker und der schwankende Insulinspiegel dafür, dass nach 2 bis 4 Stunden auf jeden Fall wieder ein Hungergefühle zustandekommt. Folglich wird der Säugling immer wieder wach und verlangt nach der Brust. Natürlich möchte er sich durch das Saugen auch innerlich beruhigen, es kommt aber immer auch etwas Milch mit. Dagegen wehrt sich der Säugling in der Nacht, wenn er ausreichend satt ist. Darauf aufbauend, macht es Sinn, bei der Brustentwöhnung andere Beruhigungsmaßnahmen anzubieten und den in der Regel kurzen Protest auszuhalten, aber immer mir dem Säugling zusammen. So werden auch Sie es schaffen. Viele Grüße


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