Mitglied inaktiv
S.g.H.Dr. Posth,wenn sich mein Sohn (3J6M)sehr wehgetan hat, kann es passieren das er für kurze Zeit bewusstlos wird. (weniger als 10sek). Er möchte (vorher) Schreien, aber es bleibt ihm regelrecht die Luft weg und er wird grau im Gesicht und ohnmächtig. Als dies im Alter von 1J2M das erste Mal passiert ist, sind wir natürlich sofort zum Arzt. Er erklärte uns das es sich um einen Affektkrampf handelt der eigentlich ziemlich harmlos ist. Seit damals hat sich das Ganze ca. 6-7 x wiederholt. Eigentlich dachte ich es wäre vorbei, bis letzten Donnerstag. Nun kommt mein Sohn ab Sept. in den KiGa und natürlich habe ich Angst,denn wenn es dort passiert steht nicht gleich eine Betreuungsperson neben ihm. Gehört diese Problematik doch genauer abgeklärt ? Nun mach ich mir doch richtig Sorgen, dachte wirklich es wäre vorbei da er ca. 1/2 Jahr keinen Ohnmachtsanfall hatte. Viele herzlichen Dank im voraus für Ihre Antwort ! LG Katja
Liebe Katja, was Ihr Sohn im Fall von Schmerzzufügung bietet, ist eine vasovagale Synkope und kein Affektkrampf. Der Affektkrampf zeichnet sich durch eine extrem gesteigerte emotionale Erregung aus und führt zur Zyanose, Atemblockade und einem abortiven generalisiertem Krampfanfall. Daher die Bezeichnung Affektkrampf. Sie schreiben aber richtig von einer Ohnmacht. Das ist ein Kreislaufkollaps, ausgelöst durch eine übermäßige vegetative Reaktion bei Schmerz, Schreck und Angst. Es sieht dramatisch aus, ist für den Betroffenen aber ungefährlich. Trotzdem lässt man sicherheitshalber ein EEG schreiben und ein EKG anfertigen. Sobald die Kinder auf dem Boden liegen, fängt sich der Kreislauf wieder. Später kennt man ein solches Phänomen bei der vegetativen Dystonie. Die Jugendlichen fallen bei langen Stehen um (meist in der Kirche) oder wenn sie etwas Schreckliches sehen. Aber viele kippen auch um, wenn ihnen Blut abgenommen wird, oder sie überhaupt Blut sehen. Es gibt keine Therapie dagegen. Die Synkope verschwinden aber, wenn die Kinder noch etwas älter sind. Viele Grüße
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