Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

führt zu spätes Abstillen zu psychischen Problemen?

Frage: führt zu spätes Abstillen zu psychischen Problemen?

Mitglied inaktiv

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Mein Sohn ist 18 Monate alt. Er nuckelt noch oft an meinem Busen, manchmal aus Hunger, oft, um sich zu beruhigen, wenn er müde oder gestresst ist. Er isst auch alles, was auf den Tisch kommt, wenn auch eher wenig. Wir genießen es eigentlich beide, es ist praktisch, und es gibt ihm Geborgenheit. Ich denke auch, dass er schon eine gute Vaterbindung hat. Sein Vater bringt ihn problemlos ins Bett, wenn ich außer Haus bin. Er passt problemlos auf ihn auf, wenn ich tagsüber weg bin (bisher bis zu 12 Stunden). Wenn er nachts aufwacht, wird er bis zu 2x gestillt, wenn öfter, trägt ihn sein Vater wieder in den Schlaf (öfter stillen halten meine Brustwarzen auch nicht aus). Bei dieser Situation hatte ich bisher keine Bedenken, ihn weiterzustillen. Heute sagte mir mein Arzt, ich solle ihn jetzt schon mal abstillen. Sonst würde er als Jugendlicher Probleme bekommen, sich abzunabeln und aus dem Haus zu gehen. Stimmt das? Schadet es wirklich, wenn ich weiter stille?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, wenn die Loslösung trotz der noch engen Bindung an die Mutter durch das Angebot der Brust funktioniert, dann gibt es gegen das Langzeitstillen, wobei das bei Ihrem Sohn ja mehr ein Nuckelersatz ist, nichts einzuwenden. entscheidend ist dann eigentlich der Langmut der Mutter, ob sie ihrem Kind das Saugen an der Brust noch weiter gewähren möchte oder einen Schnitt macht. Das nächtliche Stillen schafft allerdings dann weiter Probleme, weil das Nahrungsangebot in der Nacht die Stoffwechselleistung und das Wiedererwachen fördert. Was Ihnen Ihr Arzt gesagt ist natürlich Unsinn und nur eine Mär, um Ihnen Angst zu machen. Lassen Sie sich davon bitte nicht beeinflussen. Viele Grüße


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