papillon74
Lieber Dr. Posth,unser Sohn,33M(lange Schreibaby)war schon immer zurückhaltend im Umgang mit anderen Kindern.Dh wenn andere Kinder zu aufdringlich oder gar aggressiv sind,war und ist er immer tief getroffen.Nun ist es so,daß er schreit/brüllt,wenn ihm etwas nicht passt.ZB ein Kind"klaut"ihm Heu aus seiner gerade gefüllten Schubkarre.Oder er spielt auf dem Spielpl mit einem Sitzbagger und ein Kind stellt immer wieder einen Eimer unter die Schaufel, damit er Sand hinein baggern kann.Er will das aber nicht oder ärgert sich darüber und gerät richtig in Rage.Sagt dann erst"Nein,nein" und wenn das Kind nicht reagiert,dann schreit er "Nein,ich alleine" "Will das nicht",er wird ganz rot und fuchtelt wild nicht den Armen und sieht mich dabei an und ist furchtbar hilflos.Andere Kinder gehen dann einfach weg oder schubsen oÄ.Aber er regt sich furchtbar auf.Er tut mir dann so leid.Wie kann ich ihm nur helfen?Woran liegt das?1000D
Stichwort: Umgang mit dem kindlichen Willen Hallo, zunächst einmal gibt es große Temperamentsunterschiede, die sich auch schon in diesem zarten Alter bemerkbarr machen. Darüberhinaus gibt es aber sicher auch eine erfahrungsbedingte Komponente bei der Art von Wutausbrüchen, die damit zusammenhängt, dass der frühkindliche Wille noch schlecht unter Kontrolle gekommen ist. Je mehr negative Gefühle in der ersten Lebensphase durch zuwendungsintensives Verhalten der Eltern oder anderer Bezugspersonen in positive umgewandelt worden sind, desto leichte handhabbar gestaltet sich der eigene Wille. Gelingt das nicht genug, z.B. durch lange Schreiphasen, dann bleibt der Wille stark von Drang bestimmt, und der Drang lässt keinen Widerstand zu. Werden einem solchen dranghaften Kind jetzt erzieherisch "Grenzen gesetzt", eskaliert das innere Geschehen immer stärker und die Wut holt sich Verstärkung aus der Aggression. Die Frage ist also, wie gingen Sie mit Ihrem Sohn als Schreibaby um und wie gehen Sie jetzt mit starker Wut und Trotz um? Das, was Ihr Sohn dabei entwickelt, setzt er auch in den Erfahrungen mit der Gruppe, also den Spielkameraden um. Dagegen spricht übrigens nicht, dass Ihr Sohn sich sonst eher zurückhaltend ist. Sie können mir ja gerne noch einmal schreiben. Viele Grüße
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