Mitglied inaktiv
hallo herr posth, mein sohn (fast 6) hat große schwierigkeiten, alleine zu spielen (mit anderen spielen ist kein problem). deswegen haben wir einen termin bei einem kinderpsychologen vereinbart (& bei einer paarberatung, da in unserer elternbeziehung an kommunikation einiges schiefläuft). allein beschäftigen kann er sich durchaus (spielt dann gern mit wasser, baut mal was, schaut bücher an, hört ein hörspiel), aber er ist total überfordert damit, mehr als eine person, tier o.ä. zu spielen (wie z.b. beim playmobil-rollenspiel). er sagt, er weiß nicht wie er 2 oder noch mehr figuren spielen soll. ich vermute, dass er vielleicht deshalb immer ein gegenüber braucht, da man mit einer "rolle" allein ja schlecht spielen kann. mein frage an sie ist, wann und wie entwickelt sich diese fähigkeit normalerweise, quasi gleichzeitig in mehrere rollen zu schlüpfen und wie kann ich das bei meinem sohn fördern, ihm anreize schaffen, ihm helfen einen zugang dazu zu finden? danke und vg, MF
Stichwort: Spiel Hallo, sich in mehrere Rollen zu begeben, um damit allein ein Rollenspiel zu gestalten, sollte eigentlich jedes Kind können. Das beginnt schon ganz früh bei den Als-ob-Spielen, bei denen die Kinder irgendwelche Gegenstände in solche mit Spielinhalt verwandeln (z.B. Bauklötze in Autos) und diese dann verschiedenen Personen zuordnen. Dabei geben sie auch Bezeichnungen oder Funktionen ab wie das Polizeiauto, das Rennauto usw. und dann wird damit gespielt. Meistens stoßen die Autos zusammen oder rasen hintereinander her. Mit den Stofftieren gibt es identische Spielszenen. Es ist aber für jedes Kind schöner, wenn es einen Mitspieler dazu hat. Der bringt dann neue Ideen mit und ungeahnte Spielwendungen. Vielleicht hat ihr Sohn davon seinerzeit viel zu wenig bekommen und sehnt sich jetzt danach, diese Erfahrungen nachzuholen. Viele Grüße
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