Tomika
Sehr geehrter Dr. Posth, leider hat die Epilepsiemedikamentenreduktion zu auffälligen EEG geführt (Rolando - weiterhin anfallsfrei). Seit einiger Zeit ist unser Sohn (6J) total auf mich fixiert, er sagt sehr oft am Tag, dass er mich liebt, mich braucht. Alternativ benötigt er sein Übergangsobjekt zur emotionalen Stabilisierung. Besonders anstrengend ist, dass er sehr viele Dinge sehr umständlich und langsam erledigt. Dabei kommentiert er alles, was er macht, ausgiebigst, fast als ob er durch reden vermeiden will, etwas wirklich machen zu müssen. Sein Bruder braucht 1/3 der Zeit, bis er angezogen ist. Auch beim Gehen ist er deutlich langsamer. Bremst das Lamotrigin ihn so aus oder die Epilepsie und es überfordert ihn, schneller zu sein oder ist das Trödeln durchaus normal in dem Alter? Er muss sich Schuhverschlüsse zig mal auf- und zu machen bevor sie akzeptable fest für ihn sitzen, ist emotional dabei leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Viele Grüße Tomika
Hallo, leider kann Lamotrigen solche Nebenwirkungen verursachen. Aber ein Teil der Schwierigkeiten Ihres Sohnes ist rein regressiver Natur. Offenbar spürt er seine Probleme ziemlich genau und hat möglicherweise auch schwierige Erlebnisse und Situationen durch die Untersuchungen hinter sich. Wenn Sie diesen rückbezogenen Bedürfnissen aber verständnisvoll Rechnung tragen, wird sich das wieder ändern (Regression s. gezielter Suchlauf). Wegen der medikamentösen Therapie wäre bei Rolando-Epilepsie zu überlegen, auf ein klassisches Antiepileptikum umzusteigen. Viele Grüße
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