Mitglied inaktiv
Hallo, seit mein Sohn (3J.) das Martinslied gehört hat, beschäftigt er sich total mit dem Tod (imLied heißt es ja, "....der bittre Frost sein Tod")! Er erklärte mir gestern auch,dass wenn man Tod ist, nur noch die Knochen da sind und man dann ein Engel ist --keine Ahnung,woher er das hat !??! Und dann fragt er ständig, wann er denn tod ist!!!!! Darauf sage ich dann immer, dass Menschen sterben,wenn sie ganz alt sind oder ganz krank..........aber er fragt immer weiter; von wegen, wie das ist,wenn man tod ist und erzählt dann eben von den Engeln,die oben im Himmel sind!! Ich weiß so gar nicht genau, wie ich damit umgehen soll und was ich immer antworten soll ---können sie mir da bitte einen Tipp geben !??!?! Zumal er ja auch gerade erst 3 Jahre alt ist.......aber einfach nicht antworten, will ich auch nicht!! Ganz lieben DAnk und viele Grüße,
Hallo, unter dem Tod stellt sich ein Kleinkind etwas anderes vor, als er es tatsächlich ist. D.h. mit rationalen Erklärungen, wie Alter und Krankheit erreicht man nur sehr begrenzt diese Kinder. Es geht ihnen um das Phänomen tot sein oder nicht mehr am Leben sein, oder für immer weg sein. Der tiefere Sinn ist wahrscheinlich die Erfahrung der Trennung, mit der nahezu jedes Kind schon einmal Bekanntschaft gemacht hat. Um aber das Kind nicht in Angst und Schrecken zu versetzen, ist man automatisch bemüht, die Dramatik aus dem Stoff herauszunehmen und die Wahrheit zu verklären. Ich halte das für richtig so. Wie man das aber macht und mit welchen Inhalten man das füllt, läßt sich nicht allgemein beantworten. Jede Familie hat da ganz eigene Ansichten zu, ob nun religiös oder nüchtern realistisch. Sie dürfen Ihrem Kind auch sagen, daß dasjenige, was Tod ist und tot sein bedeutet, in gewisser Weise ein Geheimnis ist, das Menschen nicht lüften können. Weitere und differenziertere Fragen hierzu werden wahrscheinlich dann erst wieder in der nächsten Entwicklungsphase des Bewußtseins kommen. Viele Grüße
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