Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, zunächst vielen Dank für die tolle Arbeit hier, die mich ermutigt hat, den blöden Ratschlägen (bzgl. Schreienlassen) zu wiederstehen! Zu meiner Frage: Meine Tochter ist 19 Monate alt. Wir ziehen sie abends gemeinsam um, dann bekommt sie eine Milch, es werden Zähne geputzt, gekuschelt und noch ein Buch gelesen. Lassen wir sie dann im Arm schläft sie in ca. 10 Minuten ein. Allerdings will sie manchmal ins Bett und mir wäre es auch lieb, wenn sie lernte, im Bett einzuschlafen. Also legen wir sie seit einer Woche nach dem Buch ins Bett. Ich, oder der Papa, bleiben dann daneben sitzen und streicheln o.ä. (sie sagt, was sie will). Es dauert dann aber ca. 30 Minuten und sie wälzt sich, schwitzt fürchterlich und scheint sich zu quälen. Sollten wir dabei bleiben, sie ins Bett zu legen? Wird sich das Einschlafen dann verbessern? Oder helfen wir ihr, wenn wir sagen "Nein, du schläfst besser auf dem Arm ein?" Vielen Dank! Sonja
Liebe Sonja, es freut mich sehr, wenn es mir gelungen ist, eine Mutter in ihrem Bauchgefühl zu stärken. Sie werden sehen, dass sich Ihr Einsatz später deutlich in Vertrauen in Sie auszahlen wird. Mit dem Einschlafen im 2. und 3. Lebensjahr ist es ähnlich wie mit dem Schreien im Säuglingsalter. Immer noch geht es darum, dass ein kleines Kind bestimmte Bedürfnisse nicht sich allein befriedigen kann. Jetzt geht es aber nur noch um Nähe und nicht unbedingt mehr um direkten Körperkontakt. Das Kind kann jetzt verstehen, dass das Dabeisein einer der Eltern genügen muss, um selbst zur Ruhe zu kommen. Auf dem Arm einschlafen wäre sogar ein Rücksicht, der nur bei einer Regression (s. Suchlauf) infrage käme. Z.B. bei einer schweren Krankheit oder einem großen Verlust. So wie Sie es derzeit handhaben, ist es also richtig. Viele Grüße
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