Mitglied inaktiv
Ab welchem Alter kann man erkennen, ob ein Kind Dysgrammatiker ist, und ab welchem Alter ist ein Kind dann „behandelbar“? Können Dysgrammatiker ganz "geheilt" werden? Vielen Dank für Ihre Antwort.
Hallo, der Dysgrammatismus fällt in den Bereich der Sprachentwicklungsstörung und ist vielleicht ihre schwierigste Verlaufsform. Für die Satzkonstruktion sind neuesten Forschungsergebnissen zufolge noch weitere Hirnregionen zuständig, als die beiden Sprachzentren, insb. Anteile im Scheitelhirn. Das bedeutet, daß Sprache konstruiert wird, so wie sich Gegenstände geometrisch aufbauen und Mengen zahlenmäßig repräsentieren lassen. Aus diesem Grunde muß der Dysgrammatismus sehr viel früher behandelt werden als die Dyslalie (Störung der Aussprache). Schwerer Dysgramatismus wird schon im 3. Lebensjahr eindeutig, wenn nämlich das Kind keine Fortschritte in der Konstruktion der Sätze macht und demzufolge auch kein Dialoge führen kann. Ob Dysgrammatismus komplett heilbar ist, hängt davon ab, was man unter Heilung versteht. Meine Erfahrung ist die, daß alle diese Kinder zunächst die Sprachheilschule besuchen müssen, um dann je nach Entwicklungsfortschritt in die Regelschule einschwenken zu können. Aber nicht allen gelingt ein zufriedenstellender Schulabschluß. Viele Grüße
Die letzten 10 Beiträge
- Konsequentes Verweigern des Toilettenganges
- 6 Jährige plötzlich Probleme mit Trennung im KIGA
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird
- Trilinguale Kinder ok?
- Stärkung Selbstbewusstsein vor OP
- Zweitmeinung Verdacht Autismus
- Unruhiges Baby und schlaflose Nächte
- Baby weint/schreit, wird laut gemaßregelt